Gesundheit A-Z
Typhus abdominalis
melde- und isolierpflichtige Infektionskrankheit durch Salmonella typhi verursacht, meist nach Verzehr verunreinigter Nahrungsmittel oder Trinkwasser, vor allem in Entwicklungsländern. Nach einer durchschnittlichen Inkubationszeit von zehn Tagen treten Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen und treppenförmig ansteigendes Fieber auf, das zum Teil über Wochen fortbesteht (40-41°C). Die Milz ist vergrößert, es kommt zu dünnflüssigen bis breiigen Durchfällen im Wechsel mit Verstopfung, einem fleckförmigen Hautausschlag (Roseolen) auf der Bauchhaut, in schweren Verläufen auch zu Darmblutungen und Darmwanddurchbruch mit Bauchfellentzündung. Die Therapie besteht zum einen in einer Behandlung der Symptome (kreislaufunterstützende Maßnahmen, Flüssigkeits- und Elektrolytersatz), zum anderen in der Gabe von Antibiotika, vor allem Chloramphenicol. Nach durchgemachter Erkrankung muss geprüft werden, ob der Patient trotz klinischer Gesundung noch Erreger ausscheidet (Dauerausscheider). Um einer Infektion vorzubeugen, sollten Wasser und Speisen abgekocht werden. Für Reisende in Risikogebiete wird eine Schutzimpfung empfohlen.
Wissenschaft
Schnecken, Schwämme, Nussschalen
So vielfältig wie die Tier- und Pflanzenwelt, so breit ist die Palette an bizarren Materialstrukturen, die die Natur im Verlauf der Evolution hervorgebracht hat. Sie bieten pfiffige Lösungen für viele Herausforderungen in der Technik und Medizin. von Reinhard Breuer
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Wissenschaft
Das Atom der Biologen
Anfang der 1930er-Jahre lauschte ein junger Mann namens Max Delbrück, der 1969 als Empfänger des Nobelpreises für Medizin gefeiert werden sollte, in Kopenhagen der Rede des großen Physikers Niels Bohr, die von „Licht und Leben“ handelte. Bohr machte darin den Vorschlag, man solle in der Biologie das Gleiche versuchen, das in...