Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
ausziehen
aus|zie|hen I.
〈mit Akk.; hat ausgezogen〉
1.
etwas a.
a)
herausziehen;
einen Nagel a.
b)
durch Auseinanderziehen der ineinandergeschobenen Teile länger machen;
einen Tisch a.; ein Stativ a.
c)
durch Auskochen herauslösen;
Pflanzenstoffe a.
d)
vom Körper nehmen, ablegen;
Ggs. anziehen
(I 1d)
;den Mantel a.
e)
zu einer Linie ziehen, nachzeichnen;
eine punktierte Linie a.; Umrisse mit Tusche a.
2.
jmdn. a.
a)
jmdm. die Kleider vom Körper nehmen
b)
〈übertr., ugs.〉
ausplündern, zu viel Geld von jmdm. verlangen
II.
〈mit Dat. und Akk.; hat ausgezogen〉
jmdm. etwas a.
1.
herausziehen;
jmdm. einen Zahn, einen Splitter a.
2.
vom Körper nehmen;
jmdm. (oder sich) die Kleider a.
III.
〈o. Obj.; ist ausgezogen〉
1.
hinaus–, wegziehen, weggehen, wegmarschieren, in die Fremde gehen;
er zog aus, um Abenteuer zu suchen
2.
eine Wohnung für immer verlassen
Wissenschaft
Tobias Erb
(*1979) ist Biochemiker am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie in Marburg. Mit seiner Forschungsgruppe untersucht er Stoffwechsel-Mechanismen. Der Fokus liegt dabei auf der Umwandlung von Kohlendioxid durch Bakterien, Algen und Pflanzen – und wie sich dieser Prozess synthetisch verbessern lässt.
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Wissenschaft
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