Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
rollen
rọl|len I.
〈mit Akk.; hat gerollt〉
1.
schieben oder stoßen, sodass es sich in ständiger, senkrechter Drehung fortbewegt;
ein Fass, einen Ball r.
2.
auf eine Rolle wickeln;
einen Schlauch r.
3.
zu einer Rolle drehen;
Papier r.; einen Teppich r.
4.
kreisförmig bewegen;
den Kopf, die Augen r.
5.
→
mangeln
2
;Wäsche r.
6.
mit einer Rolle flach machen;
Teig r.
7.
vibrierend mit der Zunge am vorderen Gaumen hinter den oberen Schneidezähnen hervorbringen;
das R r.
II.
〈o. Obj.〉
1.
〈ist gerollt〉
sich um die eigene Achse drehend auf einer Fläche bewegen, fortbewegen;
der Ball rollte unter den Tisch; Tränen rollten ihr übers Gesicht; Geld muss r.
〈übertr.〉
Geld muss in Bewegung sein, muss ausgegeben werden;
das Schiff rollt
schlingert und stampft zugleich;
die Sache rollt
〈ugs.〉
die Sache ist im Gang, die Sache geht voran;
die Sache kommt ins Rollen
die Sache beginnt, kommt in Gang;
etwas ins Rollen bringen
etwas in Gang, in Bewegung bringen
2.
〈ist gerollt〉
sich auf Rädern fortbewegen;
der Wagen rollt über die Straße
3.
〈hat gerollt〉
dumpf tönen;
der Donner rollt
III.
〈refl.; hat gerollt〉
sich r.
sich im Liegen um die eigene Achse bewegen;
sich auf die Seite r.
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