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Süßmacher

Süß und gesund: Geht das?

Warum sich nachmittags zum Kaffee nicht einen Kuchen mit Schlagsahne gönnen? Möchte man nicht einfach naschen dürfen ohne gleich ein schlechtes Gewissen haben zu müssen? Besonders Frauen sind wahre Meisterinnen darin, sich über das richtige Maß an Süßigkeiten den Kopf zu zerbrechen. Aber ist Industriezucker wirklich so „böse“, dass wir ihn rigoros aus unserem Speiseplan verbannen müssten? Und wenn ja, welche Alternativen gibt es? Denn: Süßes muss nicht künstlich sein. Unsere Urahnen hatten schließlich auch keine andere Wahl. Sie nahmen Zucker zunächst ausschließlich über Früchte zu sich. In der Natur finden sich außerdem viele alternative Süßmacher, ob Honig, Stevia oder Ahornsirup. Ein Leitfaden durch den Süßmacher-Dschungel beantwortet die wichtigsten Fragen.

Wie schädlich ist weißer Raffinade-Zucker tatsächlich?

Zucker
Zuckerwürfel
Die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt Erwachsenen, täglich nicht mehr als 60 Gramm Haushaltszucker, auch Saccharose genannt, zu sich zu nehmen. Oder anders gesagt: Je weniger, desto besser. Bei Raffinade-Zucker handelt es sich um ein chemisch konzentriertes Substrat. Es wird hierzulande aus der Zuckerrübe gewonnen, durch Herauslösen, -kochen oder -pressen in wässriger Lösung. Durch diese industrielle Verarbeitung gehen alle natürlichen Stoffe wie Mineralien, Ballaststoffe und Vitamine verloren. Wer weißen Zucker isst, nimmt also nichts weiter als sogenannte „leere“ Kalorien zu sich. Und schädigt die eigene Gesundheit. Denn der menschliche Körper ist nicht dafür gemacht, industriell isolierten Zucker zu sich zu nehmen und reagiert auf diesen Fremdkörper dementsprechend. Der Blutzuckerspiegel steigt unnatürlich schnell, sobald es zu einer Zucker-Zufuhr kommt. Um ihn zu senken, schüttet die Bauchspeicheldrüse so viel Insulin aus wie möglich. Irgendwann kann dies zu einer Abnutzung der Drüse führen. Die mögliche Konsequenz: Diabetes. Unter anderem bei der Entstehung von Zahnkaries spielt Industriezucker ebenfalls eine wesentliche Rolle. Überschüssiger Zucker wird von im Mundraum lebenden Streptokokken in Säuren umgewandelt, die den Zahnschmelz angreifen. Und werden Naschereien nicht mit Bewegung ausgeglichen, dann sind Fettpölsterchen garantiert. Denn auch das kann der Körper: Zucker, den er gerade nicht benötigt, in Fett umwandeln. Weitere Nebenwirkungen des Zuckerkonsums: Chronischer Mineralstoffmangel und höhere Infektanfälligkeit.

 

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von wissen-de-Autorin Sylvie-Sophie Schindler
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