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Wie brennt eine Kerze in der Schwerelosigkeit?

Der Astronaut kocht sich eine gute Tasse Tee, zündet ein Teelicht an und stellt seine Tasse auf eine Warmhalteplatte ...

Monika Wittmann

Halt, nein! So geht das doch nicht! Der Tee bleibt nicht in der Tasse und die Tasse nicht auf der Warmhalteplatte. Im Weltraum gibt es ja keine Schwerkraft. Deshalb hebt in der Schwerelosigkeit alles ab, was nicht niet- und nagelfest ist.

Zu guter Letzt geht auch noch die Kerze aus. Zuerst ist die Flamme seltsam blau und kugelförmig und nach einigen Sekunden erlischt sie ganz.

Was ist passiert?

Nun, Feuer braucht Sauerstoff. Beim Verbrennen entsteht Kohlendioxid. Wo Schwerkraft herrscht, steigt warme Luft nach oben auf, weil sie leichter ist als kalte. Deshalb entweicht das heiße Kohlendioxid nach oben. Dabei werden auch Rußteilchen mitgerissen.
Die kalte, unverbrauchte Luft bleibt unten. So kann ständig frischer Sauerstoff an die Flamme.

In der Schwerelosigkeit gibt es jedoch kein schwer oder leicht. Das heiße Gas bewegt sich nicht. Der Ruß setzt sich am Docht an und das Kohlendioxid umhüllt die Flamme. Sie erstickt regelrecht.

Und deshalb kann man von einem Abendessen bei Kerzenschimmer im Weltall auch nur träumen ...

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