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Alles nur eine Inszenierung?

Verschwörungstheorien auf dem Vormarsch

Die Anschläge vom 11. September scheinen nach fünf Jahren weitestgehend aufgeklärt. Die Attentäter und Drahtzieher sind ausgemacht, die Abläufe der grausamen Taten rekonstruiert und die Spuren der Terror-Katastrophe beseitigt. Doch der Schein trügt, glauben zumindest Autoren so genannter Verschwörungstheorien.

Die mutmaßlichen und der wahre Drahtzieher

Von den offiziellen Erklärungen der Regierung und unabhängigen Experten halten sie nur wenig. Hinter all dem stecke doch die Führungsriege um den amerikanischen Präsidenten George W. Bush selbst. Er und US-Geheimdienste hätten die Attentate sorgfältig geplant, so die Meinung derer, die an eine Verschwörung glauben. Doch wieso sollte es Amerika auf sich selbst abgesehen haben? Als am 7. Dezember 1941 der Marinestützpunkt Pearl Harbor von japanischen Fliegern regelrecht dem Erdboden gleichgemacht wurde und 2.403 Menschen ihr Leben verloren, hatte die USA einen Grund gefunden, in den zweiten Weltkrieg einzusteigen. Nun jedoch kämen die Urheber nicht von außerhalb, so die Verschwörungsforscher. Diesmal sei es ein von der US-Regierung eigens herbeigeführter Krieg, in dem es um die Vorherrschaft in der Welt gehe. Ganz im Sinne des Project for the New American Century, einer neokonservativen Denkfabrik, welche für die globale Führerschaft der USA wirbt. Eines der prominenten Mitglieder ist der amtierende US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld. Ein mögliches Indiz?

Nicht nur die USA wird bezichtigt, in die Anschläge vom 11. September verwickelt zu sein. Auch Israel komme als möglicher Drahtzieher in Frage. Besonders islamistische Medien mit antisemitischen Tendenzen schreiben dem israelischen Auslandsgeheimdienst Moussad die Schuld für die Attentate zu. Dem zugrunde liegt die Behauptung, zum Zeitpunkt der Anschläge hätten die 4.000 im World Trade Center beschäftigten Juden allesamt freigenommen. Dies ist jedoch völlig aus der Luft gegriffen, denn bei den Volkszählungen der Vereinigten Staaten spielt die Religionszugehörigkeit keine Rolle. Sie wird schlichtweg nicht erhoben. Schätzungen jüdischer Einrichtungen belaufen sich indes auf 200 – 500 Opfer jüdischer Abstammung.

Selbst an Osama bin Ladens Bekenntnis zu den Anschlägen hegen Skeptiker derweil ernsthafte Zweifel. So habe sein offensichtlicher Meinungswandel viele der Verschwörungs-Autoren stutzig gemacht. Nachdem bin Laden zunächst jegliche Verantwortung für die Selbstmordattentate von sich wies, erklärte er in späteren Videobotschaften, jüngst im Mai 2006, er habe die Täter vom 11. September persönlich auserkoren und sie mit den Anschlägen betraut.

Die Anschläge auf das World Trade Center und das Pentagon

Besonders beliebt bei den Verschwörungsforschern sind Thesen über den Einsturz der beiden Zwillingstürme von Manhattan. Außerordentlich skurril und daher äußerst umstritten ist die Annahme des ehemaligen Bundesministers für Forschung und Technologie, Andreas von Bülow. Laut Bülow waren die Flugzeuge, welche in die Fassaden der New Yorker Wolkenkratzer rasten, von Geheimdienstagenten ferngesteuert. Als wäre das noch nicht genug, seien zum Zeitpunkt des Aufpralls im Gebäude installierte Sprengsätze hochgegangen. Ebenfalls die vermeintliche Tat von Geheimdiensten. Der Verdacht wird dadurch erhärtet, dass aus den etwas weiter unten liegenden Etagen explosionsartig weiße Staubwolken drangen, während in den oberen Etagen dichter schwarzer Qualm aufstieg. Die hellen Staubwolken waren jedoch, wie sich später herausstellte, nicht das Nebenprodukt von Explosionen, sondern lediglich starke Aufwirbelungen, die beim allmählichen Zusammenbruch der Deckenwände entstanden. Den lawinenartigen Einsturz kurze Zeit danach erklären die zuständigen Behörden damit, dass die herabstürzenden Deckenteile eine Art Domino-Effekt auslösten, wodurch die Gebäude wie Kartenhäuser zusammenbrachen.

Das ganze Ausmaß

Bei dem Anschlag in Washington verlieren 125 Menschen ihr Leben.

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von Paul Sklorz, wissen.de
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