Wahrig Herkunftswörterbuch

Geld

der Ausdruck lässt sich auf
germ.
*gelda „Vergeltung“ zurückführen, einer Ableitung von *gelda „entgelten“; auch in
altengl.
gild „Bußgeld“ und
altfrz.
jeld „Kaufpreis“; im Germanischen wurde das Wort zunächst in einem religiösen Zusammenhang im Sinne „kultische Abgabe“ verwendet, seit dem 14. Jh. bezeichnet es auch ein „geprägtes Zahlungsmittel“; im älteren Verständnis „Abgabe, Entgelt“ wird Geld nur noch in Zusammensetzungen wie Schulgeld gebraucht
[Info]
Geld
Wer bei etwas Geld herausschlägt, der macht dabei einen unerwartet großen Gewinn. Diese Wendung stammt aus der Zeit, als man mit der Hand Münzen aus Metall schlug, und sie bedeutet ursprünglich, aus einem Stück Metall mittels Schlag eine große Zahl Münzen zu gewinnen. Später wurde diese Redewendung weitergebildet zu Kapital aus etwas schlagen „Gewinn machen, etwas für sich nutzen“. Von einer anderen Handbewegung stammt die Redensart Geld springen lassen hier ist die großzügige Bewegung gemeint, mit der Geld auf den Tisch geworfen wird und von diesem aufspringt. Geldschneiderei wiederum bezieht sich darauf, dass man vor allem vom 12. bis zum 14., teils bis ins 17. Jh. hinein Münzen mit einer Schere aus Silberblech schnitt und dann prägte. Diese Praktik bekam im Dreißigjährigen Krieg ihre bis heute anhaltende negative Bedeutung: Die Geldwechsler beschnitten nämlich die Ränder der Münzen noch einmal, um sich einen Teil des wertvollen Metalls zu sichern.
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