Wahrig Herkunftswörterbuch
Abitur
Bis 1687 wurde an den Universitäten des deutschsprachigen Raumes nur in lateinischer Sprache unterrichtet. Insofern verwundert es ein wenig, dass der lateinische Begriff „Abitur“ (zunächst in der Form Abiturium) erst um 1800 in den deutschen Wortschatz gelangte, als das Deutsche gerade zur Wissenschaftssprache avanciert war. Die zum lateinischen Verb abire gehörende Form abiturus bezeichnet „einen, der im Begriff ist wegzugehen“ (vgl. auch lat. abiturire „weggehen wollen“ und die deutsche Bezeichnung Abiturient). Wer das Abitur macht, verlässt demnach die Schule nach einer entsprechenden Abschlussprüfung, die man in Deutschland früher auch Maturitätsexamen („Reifeprüfung“) nannte, und erwirbt die allgemeine Hochschulreife. Diese Wortbedeutung ist heute noch sichtbar in der Bezeichnung Matura (von
lat.
maturus „reif“), die in den anderen deutschsprachigen Ländern (Österreich, Schweiz, Liechtenstein) gebräuchlich ist.
Wissenschaft
Aufräumen im Orbit
Geckofüße, Traktorstrahlen und Tankstellen im All: wie Raumfahrtingenieure den Müll im Erdorbit bekämpfen wollen – und warum Reparieren manchmal besser ist als Wegwerfen. von KAI DÜRFELD Ein faustgroßes Metallstück zieht in 500 Kilometern Höhe lautlos seine Bahn: winzig – und doch gefährlich. Bei einem Tempo von 28.000 Kilometern...
Wissenschaft
Syphilis existierte schon vor 5500 Jahren in Amerika
Schon vor 5500 Jahren befiel der Syphilis-Erreger frühe Jäger und Sammler in Amerika. Das belegt alte DNA aus menschlichen Fossilien, in der Forschende auf die genetischen Spuren des verantwortlichen Bakteriums gestoßen sind. Näheren Analysen zufolge handelte es sich bei dem damals zirkulierenden Erregerstamm um eine Linie, die...