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Vor 75 Jahren: Hindenburg-Katastrophe

Das Ende der "Hindenburg"

Mit dem Großluftschiff LZ 129 "Hindenburg" schien eine neue Generation von Verkehrsmitteln geboren zu sein, die jeden Punkt der Erde sicher und schnell erreichbar machte - bis zum 6. Mai 1937, als das Luftschiff in Lakehurst/USA in Flammen aufging.

Ein fliegendes Luxushotel

"Die Welt von oben zu sehen, aus einem ruhig durch den umgebenden Äther gleitenden Luftschiff, ist ein Erlebnis, das sich mit nichts anderem vollständig vergleichen lässt." So bewarben die "Hindenburg"-Betreiber eine Reise im größten jemals gebauten Luftschiff der Welt. Und so bestätigten es die Passagiere, die schon mit der "Graf Zeppelin", der Vorgängerin der "Hindenburg", in zweieinhalb Tagen den Atlantik überquert hatten - doppelt so schnell, wie es die damals modernsten Passagierschiffe schafften.

Die Gasträume des 245 Meter langen und bis zu 242 Tonnen schweren "Hindenburg" waren so modern und luxuriös gestaltet, dass sie es mit dem Komfort der Ozeanriesen zu Wasser aufnehmen konnten. Für die Inneneinrichtung hatte man sogar Architekten der Bauhaus-Schule heranziehen können, auch wenn deren Stil und Ausrichtung der nationalsozialistischen Regierung alles andere als recht war. Die "Hindenburg" besaß ein Promenadendeck, von dem die Passagiere auf die gemächlich den Atlantik überquerenden Dampfer hinabblickten, eine Bar, exzellente Küche (zur Besatzung gehörten fünf Köche!) und Speiseräume, in denen eigens hergestellte Tischtücher, Servietten, Besteck und Porzellan aufegdeckt wurden. Im Salon unterhielt ein Pianist an einem aus Leichtmetall gefertigten Klavier tagsüber die Gäste. Sogar ein Raucherzimmer war vorhanden, dessen Nutzung natürlich strengen Richtlinien unterworfen war.

 

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