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Nachhaltigkeit braucht große Ziele

Was für die einen viel bedeutet, geht für die anderen nicht annähernd weit genug. Das gilt insbesondere beim Klimaschutz und nachhaltig wirkenden, globalen Strategien. Während die Bundesregierung nämlich ihre Anstrengungen für Energieeinsparungen und Klimaschutz 2007 vorantreiben will und dabei international auch auf die USA setzt, kann der Rat für Nachhaltige Entwicklung bei der Politik nach wie vor keine Bereitschaft erkennen, die Nachhaltigkeitsstrategie ernst zu nehmen. „Ich vermisse in der Großen Koalition die großen Ziele zu Technologien wie dem sauberen Kohlekraftwerk, einer zukunftsgerechten Mobilität und zu einer generationengerechten Verteilung von Haushaltslasten“, sagte Volker Hauff, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung auf der 6. Jahreskonferenz des Rates für Nachhaltige Entwicklung.

 

Trendwende in der Politik gefordert

Zur Jahreskonferenz des 2001 von der rot-grünen Bundesregierung geschaffenen Rates für Nachhaltige Entwicklung waren Tausend Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Medien, Stiftungen und Zivilgesellschaft nach Berlin gekommen, um ihre Erfahrungen, Visionen, Ideen für eine Welt von morgen zu diskutieren. Unter dem Moto „Die Kunst, das Morgen zu denken“, sprach auch Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie wolle die deutsche Präsidentschaft in der EU und im Kreis der führenden acht Industrienationen (G8) für mehr Klimaschutz nutzen, betonte die Bundeskanzlerin. Ratsvorsitzender Volker Hauff sprach sich in diesem Sinn für ein stärkeres Committment der Politik aus: „Wir müssen die Trendwende schaffen bei der Entwicklung der Staatsschulden, bei der Klima- und Umweltpolitik, Rentenreformen, Stadtentwicklung und Mobilität. Nachhaltigkeit ist ein Wegweiser bei großen Reformvorhaben.“ Als weitere herausragende Themen nannte er die Energiewirtschaft, die Generationenbilanz im demografischen Wandel und die Innovationen für Infrastruktur bei der globalen Verantwortung Deutschlands.

 

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von Michaela Wetter, wissen.de
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