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Schneeglöckchen - Blütenweiße Vorboten des Frühlings

Sie gehören zu den ersten des Jahres, die dem Winter zum Trotz ihre Blüten der Sonne entgegenstrecken. Die Schneeglöckchen. Als hübsches Februar-Mädchen, Schnee-Durchstecher oder Weißglatze, wie sie früher auch genannt wurden, sind sie uns heute weniger bekannt. Gemeinsam mit ihren großen Geschwistern, den Krokussen und Narzissen zeigen sie uns an: Nicht mehr lange und es ist vorbei mit der kalten Jahreszeit. Doch woher wissen diese Vorboten des Frühlings, wann die Zeit für sie gekommen ist?

 

Schneeglöckchen
Schneeglöckchen

Schneeglöckchen sind mehrjährige Pflanzen. Als Zwiebeln überdauern sie den Winter und treiben im Vorfrühling etwa im Februar aus. Da ihr Stiel nur schwach gebaut ist, lassen sie ihre Blüten wie kleine Glöckchen hängen. Überhaupt sind die Schneeglöckchen sehr zarte und kleine Pflänzchen. Erstaunlich, dass ausgerechnet sie der rauen Jahreszeit trotzen und als Vorläufer des Frühlings ihre Blüten so früh im Jahr öffnen. Aber genau das macht sie zu etwas ganz besonderem. Denn jetzt mal ehrlich: Würden Sie den kleinen anspruchslosen Gewächsen in einem bunt-erblühten Sommergarten dieselbe Aufmerksamkeit schenken?

Wie ein bunter Kalender lässt sich anhand der Blüten im Garten die Jahreszeit ablesen. Doch woher weiß eine Pflanze eigentlich, wann sie ihre Blüte bilden soll? Eine ganze Palette an Strategien haben Blütenpflanzen entwickelt, um dies zu entscheiden. Innere Faktoren, wie etwa ihre eigene Größe, können dabei eine Rolle spielen. Vielfach sind es auch externe Faktoren, die ausschlaggebend sind. Und genau hier kommen die Jahreszeiten ins Spiel. Denn die Tage im Sommer unterscheiden sich von Tagen im Winter dadurch, dass sie länger und wärmer sind. Die Tageslänge und die Temperatur sind also optimale Faktoren, die einer Pflanze helfen können ihren Blühzeitpunkt nicht zu verpassen.

Mit Lichtsensor und innerer Uhr die Jahreszeiten erkennen

Es gibt Pflanzen, die können die Länge der Tage messen. Photoperiodismus nennt man diese Strategie. Doch wie funktioniert das? Die Pflanzen besitzen, wie wir Menschen auch, eine innere Uhr. Diese tickt im 24 Stunden Rhythmus. Die Länge der hellen Tage, oder vielmehr die Länge der dunklen Nächte nehmen diese Gewächse dann über Lichtsensoren wahr und gleichen sie mit ihrer inneren Uhr ab. Während im Sommer die sogenannten Langtagpflanzen blühen, so entscheiden sich im Winter die Kurztagpflanzen dazu, ihre Blüte auszubilden. Im Frühling und im Herbst jedoch sind die Tage etwa gleich lang. Wie ist denn da eine Unterscheidung möglich? Hierfür können Pflanzen sogar noch weiter gehen. Sie beobachten die Tageslänge über einen längeren Zeitraum und registrieren, ob die Tage kürzer oder länger werden. Und so ist es beispielsweise der Marienglockenblume, einem Frühjahrsblüher möglich ihre Jahreszeit zu erkennen.

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