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Sonnenfinsternis: Aberglaube und Erklärung

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Am 11. August 1999 war um die Mittagszeit ganz Deutschland schrecklich aufgeregt. Es fand eine totale Sonnenfinsternis statt. Viele Menschen fuhren nach Süddeutschland, wo man das Ereignis am besten mitverfolgen konnte, oder saßen vor dem Fernseher. Obwohl wir heute ganz genau wissen, was bei einer Sonnenfinsternis passiert, hat dieses Naturschauspiel nichts von seiner Faszination verloren. Selbst kilometerlange Staus haben die Leute auf sich genommen, um die Sonnenfinsternis besser beobachten zu können.

Aberglaube 

In früheren Zeiten gab es keine wissenschaftlichen Erklärungen für eine Sonnenfinsternis. In allen Teilen der Welt rankten sich daher Mythen und Aberglaube um die Sonnenfinsternis.


In China glaubte man, dass ein böser Drache versucht, die Sonne zu fressen. Mit lautem Getöse versuchten die Menschen ihn davon abzuhalten.
In Japan wurden Brunnen abgedeckt. Man glaubte, bei einer Sonnenfinsternis werde das Wasser vergiftet. 

Die nordamerikanischen Arapaho-Indianer dachten, Sonne und Mond wechseln das Geschlecht, weshalb der Tag zur Nacht wird. In Brasilien glauben verschiedene Völker, dass ein großer Vogel die Sonne mit seinen Flügeln verdeckt. Die Chippewa-Indianer fürchteten, die Sonne würde erlöschen und schossen brennende Pfeile gegen den Himmel um sie wieder anzuzünden.

In der Geschichte der Menschheit wurden Sonnenfinsternisse oft als Vorboten von Unglück und Not gedeutet. Auch heute noch gibt es Menschen, die in einer Sonnenfinsternis den Vorboten von Unglück sehen. So haben viele Leute geglaubt, dass die Sonnenfinsternis von 1999 den Beginn des Weltunterganges um den Jahrtausendwechsel ankündigt. Was ist passiert? Nichts! Die Welt ist nicht untergegangen.

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Alexander Stahr
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