Lexikon

Suite

Musik
eine „Folge“ von mehreren Instrumentalsätzen meist gleicher Tonart: 1. die gebräuchliche Form der Instrumentalmusik des 17./18. Jahrhunderts. Während bis um 1650 die Reihenfolge der tanzartigen Stücke Pavane–Gaillarde–Allemande–Courante war, wurde diese um die Mitte des 17. Jahrhunderts durch die Satzfolge Allemande–Courante–Sarabande–Gigue abgelöst. Hauptmeister der Suite waren in Deutschland: J. J. Froberger, J. Rosenmüller, G. P. Telemann sowie besonders G. F. Händel und J. S. Bach, in Frankreich J. C. de Chambonnières, F. Couperin und J.-P. Rameau. – 2. für den Konzertgebrauch zusammengefügte Folge einzelner Stücke aus Balletten oder Opern (z. B. Peer-Gynt-Suite von E. Grieg). – 3. im 19. Jahrhundert häufige Bezeichnung für die Aufeinanderfolge von sog. Charakterstücken (z. B. „Suite espagnole“). Neues Interesse gewann die Suite im 20. Jahrhundert besonders als Zusammenstellung aus größeren Werken.
Telemann, Georg Philipp
Georg Philipp Telemann
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