Daten der Weltgeschichte
27. 6. 1910
Mexiko
Der fast 80-jährige Diktator Porfirio Díaz tritt nach einer Scheinwahl seine achte Amtsperiode an. Die Unruhen, die schon seit Monaten andere Landesteile erschüttern, greifen nun auf Mexico City über und münden in die mexikanische Revolution. Führer der Revolutionäre sind Emiliano Zapata, an der Spitze der verarmten Bauern im Süden des Landes, und Francisco „Pancho“ Villa mit seiner gefürchteten Division del Norte. Sie unterstützen den Gegenpräsidenten Francisco Madero, der eine Landreform verspricht. Am 5. Mai 1911 wird Díaz, der als Marionette der USA gilt, zum Rücktritt gezwungen. Auch nach dem Sieg der Revolution kommt das Land nicht zur Ruhe. Erst 1917 wird eine Verfassung verkündet, die Mexiko grundlegend umgestaltet: Bodenschätze werden verstaatlicht, die Privilegien und Rechte der Großgrundbesitzer und der Kirche eingeschränkt.
Der Takt des Lebens
Gesteuert von der inneren Uhr im Gehirn und reguliert durch Hormone wie Melatonin und Cortisol bestimmt der zirkadiane Rhythmus alles – vom Schlafbedürfnis bis zum Hungergefühl. von SIGRID MÄRZ Irgendwo piept ein Gerät, und Pflegende rücken die Zugänge am Patienten zurecht. Die Neonröhren an der Decke flimmern. Tageslicht fehlt...
Herzenssache
Erkrankungen des Herzens und des Kreislaufsystems können lebensbedrohlich sein. Doch die Herzmedizin hat in den letzten Jahrzehnten große Fortschritte gemacht. von CLAUDIA EBERHARD-METZGER Das Herz schlägt zwei Zentimeter unter der Haut, leicht nach links versetzt hinter dem Brustbein zwischen der zweiten bis fünften Rippe. Es...