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Erdbebenwellen

 

Die zerstörerische Kraft der Erdbebenwellen
US-Geological Survey
Wenn sich Gestein bei einem → Erdbeben plötzlich verschiebt, breiten sich vom Ausgangspunkt der Verschiebung, dem → Erdbebenherd oder Hypozentrum, nach allen Seiten Bodenschwingungen aus. Diese werden als Erdbebenwellen oder seismische Wellen bezeichnet (von griechisch seismos = Erschütterung). Sie verlaufen konzentrisch über die ganze Erde. Im → Epizentrum, dem Punkt der senkrecht über dem Herd an der Oberfläche liegt, führen die Wellen zu heftigen Erschütterungen. An einem Ort, der von einem Erdbeben bedroht wird, treffen zwei Arten von seismischen Wellen ein: Raumwellen und Oberflächenwellen. Die zuerst ankommenden Wellen werden als Primärwellen oder P-Wellen bezeichnet. Danach folgen die Sekundärwellen oder S-Wellen. Beide Wellentypen durchlaufen den ganzen Globus und sind somit Raumwellen. Schließlich treffen die Oberflächenwellen ein, die in Rayleigh-Wellen und Love-Wellen unterteilt werden.

P-Wellen:

Erdbebenwellen - P-Wellen
US-Geological Survey
P-Wellen verhalten sich in den Gesteinen wie Schallwellen in der Luft. Sie sind aber mit einer Fortpflanzungsgeschwindigkeit von etwa 5 km pro Sekunde wesentlich schneller als Schallwellen. P-Wellen breiten sich in fester Materie als periodische Verdichtung und Streckung der Materie aus und sind genauso wie Schallwellen so genannte Longitudinalwellen. Die Teilchen des Gesteins schwingen in Fortpflanzungsrichtung der Welle hin und her.

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