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Im Gespräch: Prof. Dr. Horst Opaschowski, Freizeitforscher

Der Institutsdirektor sprach im Mai 2002 exklusiv mit wissen.de

Prof. Dr. Horst Opaschowski, Institutsdirektor im Fachbereich Erziehungswissenschaft der Universität Hamburg sowie Wissenschaftlicher Leiter des B.A.T Freizeit-Forschungsinstituts, gilt als der führende Freizeitforscher in Deutschland.

Herr Prof. Dr. Opaschowski, warum reist der Mensch überhaupt?

Urlaub ist der Kontrastbegriff zum Alltag. Der Urlaub dient den Menschen geradezu als Sammelbecken aller positiven Möglichkeiten, Hoffnungen und Erwartungen: Eine schöne, unbeschwerte Wunschwelt, die all das beinhaltet, was man schon immer sein oder haben wollte: Zeit, andere Gedanken, neue Eindrücke, keine Sorgen, nette Bekanntschaften ....

Seit wann gibt es Urlaubsreisen im heutigen Sinne? Und wie hat sich die gesellschaftliche Bedeutung des Urlaubs im Laufe der Zeit verändert?

„Travel“ und „Travail“, Reisen und Arbeiten haben die gleiche Wortwurzel und deuten auf das gleiche Phänomen hin: Die Menschen können nicht untätig in ihren eigenen vier Wänden verweilen, ja die Menschen waren mobil, ehe sie sesshaft wurden. Erst waren nur wandernde Kleriker unterwegs. Im Laufe der Jahrhunderte kamen dann immer neue Gruppen hinzu: Zunächst der Adel, dann das Bürgertum und die Handwerksgesellen und schließlich in der Mitte des 19. Jahrhunderts auch der Rest der Bevölkerung. Einher ging hierbei die technologische Weiterentwicklung der Mobilität: von den Dampfschiffen über die Eisenbahn bis hin zum Flugzeug. Der Massentourismus - wie wir ihn heute kennen - entwickelte sich eigentlich erst in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

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