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25. März 2002  -  Lagos ...

Lagos: Ein Berufungsgericht im nordnigerianischen Bundesstaat Sokoto hebt das wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr verhängte Todesurteil gegen Safiya Hussaini auf. Im Oktober 2001 war die 35-Jährige in erster Instanz zum Tode durch Steinigung verurteilt worden, da sie - obwohl geschieden - ein Kind zur Welt gebracht hatte. Das ist nach islamischem Recht strafbar. Hatte Hussaini beim ersten Prozess noch erklärt, sie sei Opfer einer Vergewaltigung geworden, gaben ihre Verteidiger beim Berufungsverfahren an, das Kind stamme von ihrem geschiedenen Ehemann. Das Gericht hebt das Todesurteil mit der Begründung auf, dass der angebliche Ehebruch der Frau vor Einführung der Scharia im Bundesstaat Sokoto geschehen war. Der Fall der nun fünffachen Mutter hatte weltweite Proteste ausgelöst.

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