Lexikon
Arbeit
Wirtschaft
Humanisierung der Arbeit
Bereits im 19. und 20. Jahrhundert entwickelte sich eine Reihe von sozialpolitischen Maßnahmen, die Menschen vor schädigenden Auswirkungen der Arbeitswelt schützen sollen, wie Verbot der Kinderarbeit, Arbeitnehmerschutz, Mutterschutz, Schutz vor gesundheitlichen Gefahren am Arbeitsplatz u. a. Eine neuere Initiative unter dem Begriff Humanisierung der Arbeit ging seit den 1970er Jahren von der Feststellung aus, in unserer hoch entwickelten Industrie- und Leistungsgesellschaft reiche der herkömmliche Arbeitnehmerschutz nicht mehr aus. Es müsse auf neuartige Belastungen geachtet werden, die zu Gesundheitsgefahren, körperlichem Verschleiß und physischen Schäden führen können. Belastungen dieser Art sind monotone Tätigkeiten in Taktabhängigkeit von Maschinen und Fließbändern, psychische Überforderung durch bestimmte Überwachungs- und Steuerungsaufgaben bei gleichzeitiger physischer Unterforderung, Ausführung von unbefriedigenden und sinnentleerten Tätigkeiten sowie die Eingliederung des Arbeitnehmers in eine streng hierarchische Arbeitsorganisation, die wenig Spielraum gibt für persönliche Entfaltung. In den 1980er und 1990er Jahren wurden arbeitsorganisatorische Maßnahmen z. B. für den Abbau einseitiger Belastungen durch Jobrotation und ergonomische Verbesserungen am Arbeitsplatz, ferner für eine Erweiterung des Tätigkeitsspielraums durch Job-Enlargement sowie zur Erweiterung der Verantwortung mit dem Intrument Job-Enrichment entwickelt. Zur Verbesserung der Identifikation des Arbeitnehmers mit seiner Arbeit und dem Unternehmen wurden auf Gruppen- und Managementebene Konzepte entwickelt, die individuelle Verantwortung und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit steigern sollten (Lean Production, Qualitätszirkel, Kaizen, Total Quality Management, Reengineering u. a.).
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