Lexikon

Aristteles

Aristoteles als Begründer der Wissenschaftstheorie

Der Analyse der Sprache wies er eine besondere Rolle zu, denn sie mache den Menschen aus und eröffne ihm den Zugang zur Wahrheit. Aristoteles war der Begründer einer Logik der Verbindung von Begriffen zu Aussagen und des Zusammenhangs von Sätzen; seine Lehre der Definition mithilfe der Kategorien sowie der Deduktion mithilfe des Syllogismus prägen die wissenschaftlichen Erklärungsmethoden bis in die Gegenwart. Zu besonderer Bedeutung kam Aristoteles jedoch in der christlichen Philosophie des Mittelalters (Scholastik).
Der theoretischen Funktion der Vernunft stellte Aristoteles eine praktische entgegen, das menschliche Handeln diene nicht der Theorie, sondern der Tüchtigkeit oder Tugend, diese erlaube schließlich das gelingende Leben und damit die Glückseligkeit. Nicht Schau der Idee des Guten, sondern Gewöhnung an das richtige Handeln sei entscheidend um Tugend zu verwirklichen; besonders wichtig seien dabei Gerechtigkeit und Freundschaft.
  1. Einleitung
  2. Die Schriften des Aristoteles
  3. Grundzüge seiner Philosophie
  4. Aristoteles als Begründer der Wissenschaftstheorie

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