Lexikon

Aristọteles

Grundzüge seiner Philosophie

Die Philosophie des Aristoteles ist aus der Auseinandersetzung mit Platon hervorgegangen. Hatte die platonische Ideenlehre die eigentliche Wirklichkeit in den Ideen gesehen, denen die sinnlich wahrnehmbaren Dinge als bloße Abbilder untergeordnet seien (Höhlengleichnis), so ging Aristoteles von den Dingen der Alltagserfahrung aus. Zentral wurde der Begriff des Wesens: dieses bestimme für das jeweilige Einzelne, was es wesentlich sei, bleibe dabei jedoch auf das Einzelding bezogen und werde nur in ihm realisiert; die Idee sei nur im Gegenstand anwesend (Entelechie).
Einen wichtigen Platz im Denken des Aristoteles nahm die Bewegung (Veränderung) ein, von der er vier Arten angab: Ortsbewegung, qualitative Veränderung (Umwandlung), Zunahme-Schwinden und Entstehen-Vergehen. An der Veränderung unterschied Aristoteles den Stoff und die sich verändernde Form sowie die Bewegung selbst, die er als Verwirklichung einer Möglichkeit verstand. Zur Erklärung einer Bewegung könnten vier Ursachen angegeben werden, die Aristoteles ganz in Analogie zur handwerklichen Tätigkeit entwickelte: Erschaffe ein Bildhauer eine Statue, so stelle der Marmor eine Materialursache dar, das Meißeln des Bildhauers eine Wirkursache, die Gestalt der späteren Statue die Formursache und das „Worumwillen“ der Tätigkeit die Zielursache. Da jede Bewegung verursacht sei, müsse es eine letzte Ursache geben, die selbst nicht verursacht und daher das höchste Wesen sei; so gelangte Aristoteles mit dem Begriff des unbewegten Bewegers zum Kern seiner Theologie.
  1. Einleitung
  2. Die Schriften des Aristoteles
  3. Grundzüge seiner Philosophie
  4. Aristoteles als Begründer der Wissenschaftstheorie
Wissenschaft

Schwere Geburt auch bei Schimpansen

Nicht nur wir Menschen haben es bei der Geburt schwer: Auch bei Schimpansen ist der Geburtskanal enger als bisher angenommen. Das zeigt eine Studie anhand dreidimensionaler Modelle der Beckenanatomie bei Schimpansen und Menschen. Bisher ging man davon aus, dass die schwere Geburt bei Menschen vor allem durch unseren aufrechten...

Atomgruppen
Wissenschaft

Molekülfragmente auf dem Katapult

Die Dynamik beim Aufbrechen von Molekülen ist bislang nur schlecht verstanden. Ein französisch-deutsches Forschungsteam bringt nun etwas Licht ins Dunkel. von DIRK EIDEMÜLLER Wenn energiereiche Strahlung auf Moleküle trifft, kann viel geschehen. Ultraviolette Strahlung bringt beispielsweise bestimmte Stoffe zur Fluoreszenz....

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon