Lexikon
Chaldạ̈er
akkadisch Kaldu, aramäisches Volk, das von 1000 v. Chr. an in Babylonien eindrang. Als die Meder mit dem Angriff auf Assyrien ihren Aufstieg begannen, wurde der Chaldäer Nabupolassar (625–606 v. Chr.) König von Babylonien. Sein Sohn Nebukadnezar II. (605–562 v. Chr.) errichtete nach dem Untergang Assurs das letzte babylonische Großreich. 605 v. Chr. gewann er Syrien und Palästina. Versuche der Juden, die chaldäische Fremdherrschaft abzuschütteln, schlugen fehl; 587 v. Chr. wurde Jerusalem zerstört, und große Teile des Volkes wurden nach Babylonien deportiert („Babylonische Gefangenschaft“). Der letzte babylonische König der Chaldäerdynastie, Nabonid (555–539 v. Chr.), unterlag dem Perser Kyros II.
Wissenschaft
Sind die Klimaziele noch erreichbar?
Einen Zustand zu erreichen, in dem sich die Menge der durch Menschen verursachten Treibhausgase in der Atmosphäre nicht weiter erhöht, ist in den vergangenen Jahren zum zentralen Ziel des Klimaschutzes geworden. Im Englischen hat sich dafür mittlerweile der Begriff „Net Zero“ etabliert, der sinngemäß mit Netto-null-Emissionen...
Wissenschaft
Augen im All, Nasen an den Bäumen
Waldbrände häufen sich weltweit. Und die Forscher erwarten, dass sich der Trend fortsetzen wird. Doch sie haben auch neue Techniken im Köcher, um Schäden durch die Feuer einzudämmen – und setzen dabei vor allem auf eine möglichst frühzeitige Erkennung der Flammen. von RALF BUTSCHER Wer im Sommer 2023 in den Straßenschluchten von...