Lexikon
Chaldạ̈er
akkadisch Kaldu, aramäisches Volk, das von 1000 v. Chr. an in Babylonien eindrang. Als die Meder mit dem Angriff auf Assyrien ihren Aufstieg begannen, wurde der Chaldäer Nabupolassar (625–606 v. Chr.) König von Babylonien. Sein Sohn Nebukadnezar II. (605–562 v. Chr.) errichtete nach dem Untergang Assurs das letzte babylonische Großreich. 605 v. Chr. gewann er Syrien und Palästina. Versuche der Juden, die chaldäische Fremdherrschaft abzuschütteln, schlugen fehl; 587 v. Chr. wurde Jerusalem zerstört, und große Teile des Volkes wurden nach Babylonien deportiert („Babylonische Gefangenschaft“). Der letzte babylonische König der Chaldäerdynastie, Nabonid (555–539 v. Chr.), unterlag dem Perser Kyros II.
Wissenschaft
Im Ring der Zeit
Führt die fernste Zukunft zurück zum Urknall? von RÜDIGER VAAS Alles scheidet, Alles grüsst sich wieder; ewig bleibt sich treu der Ring des Seins. In jedem Nu beginnt das Sein; um jedes Hier rollt sich die Kugel Dort. Die Mitte ist überall. Krumm ist der Pfad der Ewigkeit“, verkündete Friedrich Nietzsche seine tiefe Überzeugung „...
Wissenschaft
Brauchen wir ein Quanteninternet?
Quantentechnologien sind seit einigen Jahren ein sehr aktives Forschungsfeld – und das zurecht. Denn die Nutzung von Quanteneffekten für neue Rechenverfahren, präzisere Messtechnik oder maßgeschneiderte Quantenmaterialien bietet viel praktisches Anwendungspotenzial. Ganz anders sieht es dagegen beim sogenannten Quanteninternet...