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LEXIKON

Crichton

[
ˈkraitən
]
Michael, US-amerikanischer Schriftsteller und Filmregisseur, * 23. 10. 1942 Chicago, Ill.,  4. 11. 2008 Los Angeles, Calif.; schrieb Erzählungen und Romane, die sich durch eine Mischung aus Spannung, Sciencefiction und populärwissenschaftlichen Elementen auszeichnen; seit Mitte der 1970er Jahre auch als Regisseur erfolgreich. Romane u. a.: „Die Intrige“ 1968, deutsch 1970;
„Notaufnahme“ 1970, deutsch 1972; „Westworld“ 1973 (auch
  • Deutscher Titel: Westworld
  • Original-Titel: WESTWORLD
  • Land: USA
  • Jahr: 1973
  • Regie: Michael Crichton
  • Drehbuch: Michael Crichton
  • Kamera: Gene Polito
  • Schauspieler: Yul Brynner, James Brolin, Richard Benjamin, Alan Oppenheimer
»Westworld« ist Michael Crichtons erster Kinofilm. Er zeigt in beklemmender Weise, wie eine von den Menschen zunehmend technisierte Welt aus den Fugen gerät und sich einer direkten Kontrolle nicht mehr unterziehen lässt.
In einem Freizeitpark können sich die Besucher in den Abteilungen Antike, Mittelalter oder Western aktiv am Amüsement beteiligen. Stilgerecht ausgestattet und »bewaffnet« mit Schwert oder Pistole dürfen die Touristen stets erfolgreich gegen menschenähnliche Roboter kämpfen.
Auch Martin (Richard Benjamin) und Blane (James Brolin) verbringen ihren Urlaub hier: Im Saloon »erschießen« sie einen der Roboter (Yul Brynner parodiert sich selbst in seiner Kluft aus »Die Glorreichen Sieben«, 1960). Doch am nächsten Morgen taucht der durch einen technischen Defekt außer Kontrolle geratene Rächer bei seinen »Mördern« auf. Es kommt zum Kampf Mensch gegen Maschine.
Nach dem großen Kassenerfolg dreht Richard T. Heffron 1976 eine Fortsetzung unter dem Titel »Futureworld Das Land von übermorgen«.
Regie); „Der große Eisenbahnraub“ 1975 (1978 mit S. Connery
  • Deutscher Titel: Der erste große Eisenbahnraub
  • Original-Titel: THE GREAT TRAIN ROBBERY
  • Land: USA
  • Jahr: 1978
  • Regie: Michael Crichton
  • Drehbuch: Michael Crichton, nach seinem Roman
  • Kamera: Geoffrey Unsworth
  • Schauspieler: Sean Connery, Donald Sutherland, Lesley-Ann Down, Alan Webb
Der große Eisenbahnraub beruht auf einer wahren Begebenheit: Während des Krimkrieges 1855 raubte der Gentleman-Gauner Edward Pierce zusammen mit seinen Komplizen Gold im Wert von 12 000 Pfund, das für den Sold der Soldaten bestimmt war, aus einem Packwagen des London-Paris-Express. Der englische Arzt und Schriftsteller Michael Crichton (»Jurassic Park«, 1993), der den Stoff bereits zu einem Roman verarbeitet hatte, reichert seine historische Kriminalkomödie mit Actionszenen, amüsanten Dialogen und eleganter Ausstattung an.
verfilmt);
„Congo“ 1980; „Jurassic Park“ 1990 (1993 von S. Spielberg verfilmt);
„Nippon Connection“ 1992 (1993 unter dem Titel „Die Wiege der Sonne“ verfilmt);
„Vergessene Welt“ 1995, deutsch 1996; „Airframe“ 1997; „Welt in Angst“ 2004, deutsch 2005. Crichton verfasste auch Drehbücher für Fernsehproduktionen und Kinofilme.
  • Deutscher Titel: Jurassic Park
  • Original-Titel: JURASSIC PARK
  • Land: USA
  • Jahr: 1993
  • Regie: Steven Spielberg
  • Drehbuch: Michael Crichton, David Koepp
  • Kamera: Dean Cundey
  • Schauspieler: Sam Neill, Laura Dern, Jeff Goldblum, Richard Attenborough
»Saurier« haben schon immer eine außergewöhnliche Faszination auf die Menschen ausgeübt, was sich mit über drei Dutzend Riesenechsen-Filmen auch in der Kinogeschichte niedergeschlagen hat. Steven Spielbergs »Jurassic Park«, der sich anschickt, »E. T.« vom Platz 1 der ewigen Bestsellerliste zu verdrängen, dürfte gerade in puncto Perfektion so etwas wie einen visuellen Endpunkt dieser Entwicklung darstellen. Schon im Vorfeld zeichnet sich weltweit eine »Dino-Manie« ab, die der Spielzeugbranche gute Umsätze beschert.
In dem nach Michael Crichtons Romanvorlage entstandenen Film erweckt ein Milliardär (Richard Attenborough) Dinosaurier zu neuem Leben, indem er ihren genetischen Code aus dem Mageninhalt von bernsteinumhüllten Insekten entschlüsselt, die vor Millionen Jahren die Echsen gestochen haben, die jetzt zu neuem Leben erweckt werden. Die Tiere leben in einem Vergnügungspark, bei dessen Vorbesichtigung drei Wissenschaftler und zwei Kinder infolge technischer Fehler in lebensbedrohliche Situationen geraten.
Bei allen Tricks und Spezialeffekten hat Spielbergs »Jurassic Park« mit Kino im ursprünglichen Sinn nicht mehr viel gemein. Jeder, der die Vorschau sieht, hat eigentlich alles gesehen, was der Film visuell zu bieten hat: Einige Minuten animierte Präsentation von Dinosauriern; die technische Perfektion lässt jedoch keinen Raum mehr für Imagination und Fantasie, ein Ziel, das Kino eigentlich verfolgen sollte. Hinter den technischen Qualitäten der Action-Szenen bleiben die Entwicklung der einzelnen Figuren und die Dialoge weit zurück. So kann Hollywood-Wunderkind Spielberg, der zwei Jahrzehnte lang einzigartige Action-Filme und Märchen von ungewöhnlicher Qualität realisierte (»Der weiße Hai«, 1974; »E. T.«, 1982; »Die Farbe Lila«, 1986), trotz klingelnder Kassen nicht an die künstlerische Qualität der letzten Jahre anknüpfen.
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