Lexikon

Deutsche Nationalbibliothek

die zentrale Archivbibliothek der BR Deutschland mit dem gesetzlichen Auftrag, alle ab 1913 erschienenen deutschen und deutschsprachigen Publikationen zu sammeln, dauerhaft zu archivieren und umfassend zu dokumentieren und bibliografisch zu verzeichnen (in der „Deutschen Nationalbibliografie“) sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Dies geschieht an den Standorten Leipzig (ehemals Deutsche Bücherei) und Frankfurt a. M. (ehemals Deutsche Bibliothek). Die Deutsche Bücherei wurde 1912 vom Börsenverein der Deutschen Buchhändler in Leipzig als Archivbibliothek des gesamten deutschsprachigen Schrifttums gegründet, 1940 wurde sie Anstalt des öffentlichen Rechts, nach dem 2. Weltkrieg verstaatlicht; 1950 wurde das Deutsche Buch- und Schriftmuseum eingegliedert. 1947 wurde in Frankfurt a. M. als westdeutsches Pendant vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels die Deutsche Bibliothek gegründet, seit 1969 war sie Bundesanstalt; seit 1970 gehört ihr das Deutsche Musikarchiv (bis 2010 in Berlin) an, das alle in Deutschland erschienenen Tonträger und Noten sammelt. Auf der Grundlage des Einigungsvertrages wurden 1990 die drei Einrichtungen unter Beibehaltung ihrer Standorte unter dem Namen Die Deutsche Bibliothek vereinigt und aufgrund eines Bundestagsbeschlusses 2006 in Deutsche Nationalbibliothek umbenannt. 2010 wurde das Deutsche Musikarchiv an den Standort Leipzig überführt. Die Deutsche Nationalbibliothek besitzt (2010) rund 26,1 Mio. Medieneinheiten.
Humanoide Figur mit Froskopf, trägt Anzug und Aktentasche, steht auf grauem Hintergrund, Text:
Wissenschaft

Autoren mit Sternchen

Kaum hat ein Forschungsteam alle Experimente erfolgreich abgeschlossen, steht oftmals bereits eine heikle Frage im Raum: In welcher Reihenfolge sollen die Forschenden bei der nun zu verfassenden Fachpublikation als Autoren genannt werden? Klar und meist unproblematisch ist, dass die Studienleiter als Seniorautoren ans Ende der...

Vulkan spuckt schwarzen Rauch und Asche in den Himmel, umliegende Berge und Wolken im Hintergrund.
Wissenschaft

Aschewolken, Hunger, Pest

Vulkanausbrüche haben auf der Erde immer wieder zu klimatischen Veränderungen geführt. Auch die Menschheitsgeschichte wurde dadurch mehrfach beeinflusst. Etwa im Jahr 1345, als Eruptionen in Europa für schwere Missernten sorgten. von DAVID NEUHÄUSER Im Jahr 1347 erreichte das Bakterium Yersinia pestis Europa – nicht zum ersten...

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