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Geschichte-ägypten
Seit wann gibt es Ägypten?
Das Land am Nil gehört zu den am frühesten besiedelten Gebieten der Erde. Sichere Spuren erster Siedlungen stammen von den Nilterrassen und lassen sich auf ca. 40 000 Jahre zurückdatieren. Die entscheidenden Neuerungen beim Übergang zur Jungsteinzeit bestanden in der Einführung von Ackerbau und Viehzucht, v. a. am Überschwemmungsgebiet des Nils, womit Bevölkerungswachstum und Sesshaftwerdung einhergingen. Um 3000 v. Chr. wurden Unterägypten (das Nildelta) und Oberägypten (das Niltal von Kairo bis Assuan) zu einem Reich zusammengelegt. Etwa gleichzeitig wurden Schrift und Kalender ausgebildet. Wenig später entwickelte sich die Steinbaukunst, Plastik und Malerei. Es bestand ein absolutes Gottkönigtum mit einer straff organisierten Beamtenschaft.
Wann wurden die Pyramiden erbaut?
Im Alten Reich (4. Dynastie, um 2570 bis 2470 v. Chr.) wurden die Pyramiden von Gizeh errichtet. Die ägyptische Pyramide entwickelte sich aus der rechteckigen Form der Mastaba als ein über der Grabkammer errichtetes Königsgrabmal aus Naturstein oder Ziegeln. Die Übergangsform zwischen Mastaba und Pyramide ist die Stufenpyramide des Djoser in Saqqara (3. Dynastie).
Wer war Thutmosis III.?
Einer der bedeutenden Herrscher der 18. Dynastie. Thutmosis III. (1490 –1436 v. Chr.) unterwarf in vielen Feldzügen ganz Syrien und verschob die ägyptische Grenze bis an den Euphrat. Innerhalb Ägyptens straffte er die Verwaltung und ließ in großer Zahl Tempel errichten.
Ein weiterer einflussreicher Pharao war Echnaton (1364–1347 v. Chr.), der versuchte, den Polytheismus durch eine monotheistische Religion zu ersetzen, in deren Mittelpunkt der Sonnengott Aton stand. Nach seinem Tod wurden alle Reformen rückgängig gemacht.
Wann wurde der Islam eingeführt?
640/41 eroberten die Araber Ägypten, führten den Islam ein und machten das Land zur Provinz des Kalifenreichs. Mit der 970 gegründeten Universität Al Azhar in Kairo wurde das Land ein religiöses Zentrum des Islam. Bis heute zieht die Universität muslimische Studierende aus allen Ländern an.
Wer stürzte die Monarchie?
Gamal Abd An Nasser (1918–1970). Er war Mitorganisator des nationalistischen Geheimbundes »Freie Offiziere«, der 1952 in einem Staatsstreich König Faruk stürzte. Ab 1954 regierte Nasser als diktatorischer Staatspräsident. Im Jahr 1956 verstaatlichte er den Suezkanal, was zu kriegerischen Auseinandersetzungen mit Großbritannien, Frankreich und Israel führte (Suezkrise).
Nassers Nachfolger Anwar as Sadat (1918 bis 1981) lockerte das diktatorische Regime, wandte sich dem Westen zu und schloss 1979 als erster arabischer Staatschef Frieden mit Israel. Staatspräsident Hosni Mubarak (seit 1981) setzte die Zusammenarbeit mit dem Westen fort und bemühte sich, die durch den Frieden mit Israel herbeigeführte Isolierung Ägyptens im arabischen Lager zu überwinden.
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