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LEXIKON

Edens Plan zur Wiedervereinigung

Edens Plan zur Wiedervereinigung
Auf der Berliner Konferenz der Siegermächte (25.1.-18.2.1954) trug der britische Außenminister Anthony Eden seinen - gescheiterten - Plan zur Wiedervereinigung Deutschlands durch freie Wahlen vor:

Wenn der Zeitpunkt kommt, da wir uns ... der Besprechung der deutschen Einheit zuwenden, werden wir einen konstruktiven Plan vorzulegen haben. Diesen Plan haben wir in ziemlicher Ausführlichkeit vorbereitet. Wir müssten das Wahlgesetz besprechen und wie man ausreichende Bürgschaften für volle Freiheit der Wahlen in Ost- sowie in Westdeutschland sichern kann. Auch ist gewiss eine richtige Überwachung der Wahlvorbereitungen, des Wahlverfahrens und der Stimmenzählung erforderlich. Es müssten Maßnahmen getroffen werden, um zu verhindern, dass jemand Verfolgungen ausgesetzt wird. All dies kann besprochen werden.

Die freien Wahlen würden eine gesamtdeutsche Nationalversammlung als Ergebnis haben. Deren erste Aufgabe wäre es, eine Verfassung auszuarbeiten, um die baldige Bildung einer gesamtdeutschen Regierung zu ermöglichen. Die Verwaltungen in der Bundesrepublik und in Ostdeutschland müssten mindestens so lange bestehen bleiben, bis die gesamtdeutsche Regierung gebildet worden ist. Ich glaube, dass die Sowjetregierung unsere Ansichten in diesem Punkt teilt. Wenn die Verfassung einmal angenommen und genehmigt worden ist, würde ihren Bestimmungen gemäß eine gesamtdeutsche Regierung gebildet werden.
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