Lexikon
Freiheitliche Partei Österreichs
Die FreiheitlichenAbkürzung FPÖ, 1955/56 gegründete politische Partei, aus Teilen des 1949 gegründeten Verbandes der Unabhängigen (VdU) und liberal-deutschnationalen Gruppen gebildet. An der Spitze der FPÖ steht der Bundesobmann bzw. die Bundesobfrau: 1955/56–1958 A. Rheintaler, 1958–1978 F. Peter, 1978/79 A. Götz, 1979–1986 N. Steger, 1986–2000 J. Haider, 2000–2002 S. Riess-Passer, September/Oktober 2002 M. Reichhold, Oktober 2002–2004 H. Haupt, 2004/05 U. Haubner, seit 2005 H.-C. Strache.
Die FPÖ war erstmals in den 1980er Jahren an der Regierung beteiligt (1983–1986 Koalition mit der SPÖ). Unter der Führung Haiders schlug die Partei einen populistischen Kurs ein. 2000 bildete sie mit der ÖVP eine Regierungskoalition. Danach trat Haider als Bundesobmann zurück, behielt aber starken Einfluss auf die Parteipolitik. Die daraus resultierenden Konflikte führten 2002 zu vorgezogenen Neuwahlen, bei denen die FPÖ schwere Verluste hinnehmen musste. 2003 einigten sich ÖVP und FPÖ auf eine Fortsetzung der Regierungsarbeit. Nach internen Konflikten verließen zahlreiche FPÖ-Spitzenpolitiker unter Führung Haiders 2005 die Partei und gründeten das Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ). Die FPÖ verstärkte in der Folgezeit vor allem in Bezug auf die Zuwanderungs- und Europapolitik ihre rechtsnationale Position. Bei den Nationalratswahlen 2006 gewann sie 11 % der Stimmen und 21 Abgeordnetenmandate. Bei den vorgezogenen Neuwahlen im September 2008 erhielt sie 17,5 % der Stimmen und 34 Mandate.
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