Lexikon

frühchristliche Kunst

altchristliche Kunst

Baukunst

Nach Angaben der Apostelgeschichte fanden die Gottesdienste der christlichen Frühzeit in Privathäusern statt. Geeignete Räume wurden durch Umbauten zu Hauskirchen. Das früheste überlieferte Beispiel ist die Kirche in Dura Europos am Euphrat (232) mit Vorhalle, Versammlungsraum und freskengeschmückter Taufkapelle. Nach 313 setzte die offizielle christliche Baukunst in Rom mit ihrer bedeutendsten Schöpfung, der Basilika, ein. Der Bau der ersten Gemeindebasilika (Lateranskirche) wurde 312 begonnen, der der ersten Märtyrerbasilika (Peterskirche) 324. Die Form der Doppelkirchen erklärt man aus ihrer Funktion als Gemeinde- und Märtyrerkirche, als Gemeinde- und Klerikerkirche, als Messe- und Bischofskirche sowie als Sommer- und Winterkirche. Obwohl die konstantinischen Musterbauten für das ganze Imperium verbindlich blieben, weist jeder Kunstkreis eigene Lösungen auf. Besonders ausgeprägte Typen finden sich in Syrien (Zweiturmfront, neben der Apsis 2 liturgisch bedingte Räume, sog. Pastophorien), in Griechenland (Querschiff und doppelte Vorhalle) und Nordafrika (doppelapsidiale Anlagen für den Totenkult). Wahrscheinlich durch iranischen Einfluss entwickelte sich im 5. Jahrhundert in Kleinasien die Kuppelbasilika, eine Durchdringung von Längs- und Zentralbau mit überwiegender Längsrichtung.
  1. Einleitung
  2. Baukunst
  3. Plastik
  4. Malerei
  5. Kunsthandwerk
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