Lexikon
griechische Musik
Volksmusik
Die traditionelle griechische Volksmusik nimmt auch heute noch einen zentralen Stellenwert im griechischen Musikleben ein und besitzt eine Tradition, die bis in die Antike zurückreicht und altgriechische ebenso wie orientalische Einflüsse assimiliert hat. Sie ist gekennzeichnet durch Mikrotöne, überwiegende Einstimmigkeit sowie unregelmäßige und zusammengesetzte Rhythmen. Verbreitet sind seit den Klephtenliedern (Heldenliedern) des 19. Jahrhunderts balladeske Gesänge wie z. B. der Rizitika auf Kreta. In der 1. Hälfte des 20. Jh. florierte die Caféhausmusik mit melancholischen Liebesliedern (Amanédhes), vorgetragen u. a. von der berühmten Sängerin Rosa Eskenazi.
Als gebräuchlichste (Begleit-)Instrumente dienen die dreisaitige Fide, Laute, Hackbrett, Klarinette, Dudelsack, Flöten und verschiedene Trommeln. Das populärste griechische Volksmusikinstrument ist die Bouzouki, eine Langhalslaute, die untrennbar mit der Geschichte des Rembétiko verknüpft ist. Ursprünglich eine Musik des städtischen Proletariats in einer Verbindung aus griechischem Blues und orientalischen Elementen, erhielt es u. a. bei Theodorakis auch politische Inhalte. Seit den frühen 1960er Jahren gibt es die Neue Welle, in der alle modernen Einflüsse bis hin zu Pop und Rock vertreten sind. In den Touristenzentren dominiert die kommerzialisierte Bouzouki (Busuki-)Musik. Der Sirtaki, der speziell für den Film „Alexis Sorbas“ entwickelt wurde, ist eine vereinfachte Form des Haniotikos Sirtos (Sirtos aus Chania).
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