Lexikon
griechische Musik
Altgriechische Musik
Die frühe griechische Musik ist eine Synthese verschiedenster Einflüsse u. a. aus Mesopotamien und Ägypten und lässt sich bis ins 3. Jahrtausend v. Chr. zurückverfolgen. Aus der Kykladen-Kultur der Bronzezeit sind die Verwendung von Harfe und (Doppel-)Aulos bekannt, in der minoischen Kultur war die Leier verbreitet. Später kamen im antiken Griechenland auch Kithara bzw. Lyra, Laute, Panflöte, Trompete, Rahmentrommel, Becken, Krotalon und Sistrum (beides Handklappern) zum Einsatz. Die Musik des antiken Griechenland war eine vorwiegend einstimmige Kunst, die als Solo- oder Chorgesang, als Instrumentalmusik oder als Tanz- und Gesangsbegleitung gepflegt wurde. Daneben gab es eine Art primitiver Mehrstimmigkeit im Nebeneinander von Melodie und Bordun; für Gottesdienste und Totenfeiern wird auch eine chorische Mehrstimmigkeit überliefert. In der sog. Geometrischen Zeit (um 1150–700 v. Chr) war Musik ein wichtiger Begleiter kultureller und festlicher Anlässe; zentrale Gattungen waren hier z.B. das Apollo oder Dionysos gewidmete Lied, der Totengesang, das Brautlied, die Siegeshymne oder das Trinklied. In der hellenistischen Zeit (Hellenismus) wurde Musik Bestandteil der sieben Freien Künste (Artes liberales) und war Wettbewerbsdisziplin der Pythischen Spiele.
Die antike griechische Musik ist heute vor allem seit dem 4. Jahrhundert v. Chr. umfangreich dokumentiert durch Bruchstücke antiker Instrumente, Vasenmalereien, musiktheoretische Schriften und literarische Quellen sowie in jüngster Zeit zunehmend auch durch Funde musikalischer Notenfragmente wie das Seikilos-Lied (Trinklied)
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Eingebaute Intelligenz
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