Lexikon

griechische Musik

Griechenland als Wiege der europäischen Musik

Die griechischen Philosophen (Platon, Aristoteles, Aristoxenos, Euklid) entwickelten als Erste bedeutende Musiktheorien, in denen sie u. a. die läuternde und ethische Kraft der Musik hervorhoben. Pythagoras, der auch den Begriff der Sphärenharmonie prägte, begründete die mathematischen Grundlagen der Musik, während Claudius Ptolemäus eine bedeutende dreibändige Harmonik verfasste und Boethius mit der Weiterentwicklung der griechischen Buchstaben-Notenschrift die Grundlage für eine genauere schriftliche Fixierung von Musik legte.
Das Tonsystem der griechischen Musik beruhte auf der Pentatonik, d. h. auf dem Fünfstufensystem, das keine Halbtonschritte kennt. Doch entwickelte sich bald durch Aneinanderreihung von Tetrachorden in absteigender Reihenfolge das diatonische „Systema teleion“ („vollkommene System“) mit Skalen (Tonleitern) im Oktavumfang, die sich durch unterschiedliche Stellung der Halbtöne unterschieden und als dorisch, phrygisch und lydisch charakterisiert wurden.
Die Bezeichnung für die griechischen Skalen und ihr Aufbau gingen später auf die Kirchentonarten des Mittelalters über. In der hellenistischen Zeit wurde dieses Tonsystem durch Einführung des chromatischen und des enharmonischen Tongeschlechtes (neben dem diatonischen) erweitert, wobei diese Begriffe (seelische) Stimmungen symbolisierten. Alle drei Tongeschlechter basierten dabei auf demselben Tetrachord mit identischen Randtönen, aber jeweils modifizierten inneren Tönen.
  1. Einleitung
  2. Musik
  3. Altgriechische Musik
  4. Griechenland als Wiege der europäischen Musik
  5. Neugriechische Musik
  6. Volksmusik
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