Lexikon
Härte des Wassers
Wasserhärteder Gehalt des Wassers an Erdalkali-Ionen: vor allem Magnesium- (Mg-Härte) und Calcium- (Ca-Härte), aber auch Barium- (Ba-Härte) und Strontium-Ionen (Sr-Härte). Man unterscheidet zwischen vorübergehender oder temporärer Härte und bleibender oder permanenter Härte, die zusammen die Gesamthärte ergeben. Da die Härte des Wassers je nach Landschaft und Jahreszeit erheblich schwanken kann, hat man zur Kennzeichnung des Wassers sog. Härtegrade eingeführt. Die Maßeinheit dafür, der Deutsche Grad (°d oder °dH), ist nach dem Gesetz über Einheiten im Messwesen nicht mehr zulässig. 1 °d entspricht 10 mg Calciumoxid (CaO) je Liter Wasser (H2O) oder der äquivalenten Menge eines anderen Erdalkalioxids (7,14 mg MgO, 27,35 mg BaO, 18,48 mg SrO). Heute wird die Wasserhärte in mmol Ca2+/l (1 mmol = 1/1000 mol) angegeben: 1 °d ≙ 10 mg CaO/l ≙ 0,179 mmol Ca2+/l. Hartes Wasser ist unerwünscht, weil Seifen mit den Calciumverbindungen unlösliche Salze bilden und weil sich in Dampfkesseln Kesselstein absetzt (Härtebereiche).
Kontext
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