Lexikon

Harrington

[
ˈhæriŋtən
]
James, englischen Staatstheoretiker, * 7. 1. 1611 Upton,  11. 11. 1677 London; entwickelte in seinem Hauptwerk „The Commonwealth of Oceana“ 1656 eine politische Theorie, die das englische und amerikanische politische Denken nachhaltig beeinflusste. Darin interpretierte Harrington die politische Umwälzungen des 17. Jahrhunderts in England als eine Folge der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kräfteumschichtungen während der vorangegangenen zwei Jahrhunderte und entwarf einen Stabilität verbürgenden Modellstaat. Zu dessen wichtigsten Merkmalen gehörten u. a. ein Ackergesetz, das eine Höchstgrenze für Landbesitz festlegte, ein Rotationssystem bei der Besetzung von öffentlichen Ämtern, das der Korruption vorbeugen sollte, ein Zweikammersystem, geheime Wahlen und die Bestätigung von Gesetzen durch Volksentscheid.
Farbige, digitale Darstellung eines menschlichen Gehirns auf schwarzem Hintergrund.
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