Lexikon
Harrington
[
ˈhæriŋtən
]James, englischen Staatstheoretiker, * 7. 1. 1611 Upton, † 11. 11. 1677 London; entwickelte in seinem Hauptwerk „The Commonwealth of Oceana“ 1656 eine politische Theorie, die das englische und amerikanische politische Denken nachhaltig beeinflusste. Darin interpretierte Harrington die politische Umwälzungen des 17. Jahrhunderts in England als eine Folge der gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Kräfteumschichtungen während der vorangegangenen zwei Jahrhunderte und entwarf einen Stabilität verbürgenden Modellstaat. Zu dessen wichtigsten Merkmalen gehörten u. a. ein Ackergesetz, das eine Höchstgrenze für Landbesitz festlegte, ein Rotationssystem bei der Besetzung von öffentlichen Ämtern, das der Korruption vorbeugen sollte, ein Zweikammersystem, geheime Wahlen und die Bestätigung von Gesetzen durch Volksentscheid.
Wissenschaft
Neandertaler-Linie war 50.000 Jahre isoliert
In der Endzeit der Neandertaler gab es in Europa offenbar mindestens zwei genetisch voneinander getrennte Linien. Das legen DNA- und Isotopen-Analysen eines Neandertalers nahe, der 2015 in der Grotte Mandrin in Frankreich entdeckt wurde. Das Individuum, dem die Forschenden den Spitznamen „Thorin“ gaben, lebte demnach vor etwa 42....
Wissenschaft
Alt mit Superhirn
Manche 80-Jährigen haben ein Gedächtnis wie gesunde 50-Jährige. Forscher versuchen herauszufinden, warum die Super-Ager geistig so fit sind und welche Besonderheiten ihr Gehirn auszeichnet. von FRANK FRICK Medizinische Themen beeinflussen selten die Weltpolitik. Die COVID-19-Pandemie war eine Ausnahme. Eine weitere Ausnahme...
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