Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Doktrin:
Das lateinischeheißt „Lehre“, „Unterricht“, „Wissenschaft“ („lehren“). Mit dem Wortwird in der Regel eine Lehre bezeichnet, die den Anspruch auf Allgemeingültigkeit enthält. Bei dem Adjektivschlägt sich das in der negativen Bedeutung von „starrsinnig“ nieder. Der Begriffwird nicht zuletzt in der Politik verwendet, wo er bestimmte Leitlinien, zum Beispiel einer Regierung, bezeichnet, die oftmals nach dem jeweiligen Autor benannt sind.
Diebeispielsweise ist die nach ihrem Begründer Walter Hallstein, der von 1951 bis 1958 Staatssekretär im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland war, benannte Richtlinie, nach der ein Staat unmöglich gleichzeitig diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik und der DDR haben konnte. Wegen ihres Alleinvertretungsanspruchs für das gesamte deutsche Volk betrachtete die Bundesrepublik dies als unfreundlichen Akt dritter Staaten. Einzige Ausnahme bildete seinerzeit die Sowjetunion. 1968 formulierte der damalige sowjetische Staats– und Parteichef Leonid Breschnew eine nach ihm benannte Doktrin, die die beschränkte Souveränität der damaligen sozialistischen Staaten gegenüber der Sowjetunion feststellte. Dass die Doktrin keine Erfindung der jüngsten Geschichte ist, zeigt das Beispiel der: 1823 verkündete der damalige amerikanische Präsident James Monroe den Leitsatz, dass die Vereinigten Staaten ein europäisches Eingreifen auf dem amerikanischen Doppelkontinent als Angriff auf Washington betrachten würden. Die Monroe–Doktrin wurde in der Kurzform „Amerika den Amerikanern“ bekannt.
Diebeispielsweise ist die nach ihrem Begründer Walter Hallstein, der von 1951 bis 1958 Staatssekretär im Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland war, benannte Richtlinie, nach der ein Staat unmöglich gleichzeitig diplomatische Beziehungen mit der Bundesrepublik und der DDR haben konnte. Wegen ihres Alleinvertretungsanspruchs für das gesamte deutsche Volk betrachtete die Bundesrepublik dies als unfreundlichen Akt dritter Staaten. Einzige Ausnahme bildete seinerzeit die Sowjetunion. 1968 formulierte der damalige sowjetische Staats– und Parteichef Leonid Breschnew eine nach ihm benannte Doktrin, die die beschränkte Souveränität der damaligen sozialistischen Staaten gegenüber der Sowjetunion feststellte. Dass die Doktrin keine Erfindung der jüngsten Geschichte ist, zeigt das Beispiel der: 1823 verkündete der damalige amerikanische Präsident James Monroe den Leitsatz, dass die Vereinigten Staaten ein europäisches Eingreifen auf dem amerikanischen Doppelkontinent als Angriff auf Washington betrachten würden. Die Monroe–Doktrin wurde in der Kurzform „Amerika den Amerikanern“ bekannt.
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