Lexikon

jüdische Musik

Wie aus dem Alten Testament hervorgeht, zeigte die jüdische Musik sowohl im Tempel als auch in der Volksmusik früh eine reiche Entfaltung. Der synagogale, antiphonale Psalmengesang wurde besonders zur Zeit der Könige durch den Gebrauch von Instrumenten verstärkt. Die Tempelmusikerschaft wurde von den Leviten gestellt. Bevorzugte Instrumente waren volkstümliche Flöten und Oboen, die auf altägyptische Vorbilder zurückgehenden Tempeltrompeten, der rituelle Schofar aus Widder- und der Keren aus Stierhorn, mehrere Arten von Becken, verschiedene Arten von Trommeln (Adufe, Tof), bei denen es sich um die mesopotamisch-ägyptische Vierkanttrommel handelte. Die synagogale Musik scheint auch eine Art Orgel (Magrepha) gekannt zu haben. An Saiteninstrumenten existierten die seltene Nabla (eine dreieckige Harfe), größere Harfen und der Kinnor, das königliche Instrument Davids, eine Leier.
Der jüdische Synagogalgesang ist eine monodische, mündlich tradierte Kunst. Kantor A. Z. Idelsohn (* 1882, † 1938) versuchte die Rekonstruktion des alten Tempelgesangs nach Vergleichung der Gesänge in der Diaspora lebender (z. B. jemenitischer und persischer) Gemeinden. Während die im Ausland und in Amerika lebenden Israeliten sich den musikalischen Gebräuchen ihrer Umwelt angepasst haben, sind die orientalischen Gemeinden der traditionellen Liturgie treu geblieben. Der synagogale Gesang hat einen unbestreitbaren Einfluss auf die Frühgregorianik ausgeübt, wenn dieser auch heute zugunsten syrischer oder koptischer Elemente weniger hoch eingeschätzt wird. israelische Musik.
Hossenfelder_Quanten_(2).jpg
Wissenschaft

Fliegen mit Überschall – aber ohne hörbaren Knall!

Als ich vor einigen Jahren die Vermutung geäußert habe, dass schon bald wieder Überschall-Passagierflugzeuge entwickelt werden würden, wollten das nur wenige Leute glauben. „Erinnern Sie sich daran, wie es damals mit der Concorde war“, bekam ich häufig zu hören. Für die zivile Luftfahrt seien Überschallflugzeuge zu teuer und zu...

Abnehmspritze
Wissenschaft

Satt schon vor dem ersten Bissen

Der Anblick köstlicher Speisen wirkt auf die meisten Menschen appetitanregend. Wer dagegen die neuen Abnehmspritzen nutzt, wird häufig schon satt, wenn er Essen auch nur ansieht. In Versuchen mit Mäusen und Menschen hat eine Studie nun aufgeklärt, welche Vorgänge im Gehirn für diesen Effekt verantwortlich sind. Demnach vermitteln...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon