Lexikon
kạrolingische Kunst
Baukunst
In direktem Bezug auf frühchristliche Kirchen Roms nahm die dreischiffige Basilika das Querhaus vor der Apsis auf (frühestes Beispiel: Abteikirche von St.-Denis, 775 geweiht). Die Erweiterung der Abteikirche in Fulda (Weihe 819) zeigte ein weit ausladendes Westquerhaus mit Apsis. Die hierbei entstandene Doppelchoranlage ergab sich aus der angestrebten Übereinstimmung mit der Grabeskirche von St. Peter in Rom und der karolingischen Eigenart, die früher nebeneinander gebauten Kirchen verschiedener Heiliger auf einer Achse hintereinander anzuordnen. Der dem Chor gegenüberliegende Kircheneingang wurde stadttorartig mit einem Turm überbaut, der den äußeren Abschluss einer fast selbständigen Vorkirche bildete: Das sog. Westwerk bestand in seiner ausgeprägtesten Form aus einem quadratischen zweigeschossigen Mittelraum und dreigeschossigen Seitenräumen und war nicht mit dem Binnenraum der Basilika verschmolzen. Nach den frühen rechteckigen, runden oder kreuzförmigen Krypten entstanden im Anfang des 9. Jahrhunderts die Stollen- oder Hallenkrypten (Steinbach, Echternach, Fulda). Von Profanbauten sind nur geringe Reste erhalten (Kaiserpfalzen).
- Einleitung
- Baukunst
- Malerei
- Plastik
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