Lexikon
Krampf
unwillkürliche Zusammenziehung (Kontraktion) von Muskeln, die sehr schmerzhaft sein kann; tonische Krämpfe sind länger andauernde Kontraktionen der quer gestreiften Skelettmuskulatur (z. B. Wadenkrampf). Bei klonischen Krämpfen folgen Kontraktion und Erschlaffung in raschem Wechsel aufeinander. Häufigste Ursache sind Störungen der Elektrolytkonzentration im Körper, meist in Form eines Magnesium- oder Natriumchlorid- (Kochsalz-)mangels, z. B. aufgrund sportlicher Aktivitäten, bei denen es über den Schweiß zu einem Elektrolytverlust kommt, der nicht über Flüssigkeitsaufnahme ausgeglichen wird. Allgemein kann ein Flüssigkeitsmangel zu Muskelkrämpfen führen. Verstärkend wirken dabei Überanstrengung einzelner Muskelgruppen oder ein erhöhter Alkoholkonsum. Wiederkehrende Krämpfe können auch auf eine Polyneuropathie hinweisen. Bei einer Epilepsie treten Krampfanfälle auf, die den ganzen Körper betreffen können. Außerdem kann es auch zu Krämpfen der glatten Eingeweidemuskulatur kommen Kolik z. B. bei Nieren- oder Gallensteinen.
Wissenschaft
Die Toten des Hospitals von Cambridge
Seit dem Mittelalter gab es in weiten Teilen des christlichen Abendlandes Häuser, in denen sich Priester und Laien um Bedürftige kümmerten. Allein in England waren es um die 500. Schriftliche Quellen geben allerdings nur wenig über die Menschen preis, die dort betreut wurden – im Gegensatz zu ihren Knochen. von DAVID NEUHÄUSER...
Wissenschaft
Lebenszeichen von der Venus?
Eine rätselhafte Entdeckung in der Atmosphäre unseres höllischen Nachbarplaneten. von RÜDIGER VAAS Die Idee, die der britische Atmosphärenforscher und Ökologe James Lovelock bereits in den 1960er-Jahren formuliert hat, klingt einfach: Wenn ein Molekül in einer Atmosphäre hauptsächlich von Organismen gebildet wird und die Beiträge...