Lexikon

Laser

[ˈlɛizə; der; englisch]

Eigenschaften des Laserlichts

Da die bei der stimulierten Emission erzeugten Lichtquanten alle die gleichen physikalischen Eigenschaften aufweisen, haben sie insbesondere gleiche Richtung und Phasenlage. Letzteres bedeutet, dass, betrachtet man die Lichtquanten im Wellenbild, die Berge und Täler der Laserlichtwellen nicht gegeneinander verschoben sind, und sie bleiben in diesem kohärenten Zustand, solange sie sich ungehindert ausbreiten. Treffen sie auf ein Hindernis, an dem sie reflektiert oder gebrochen werden, kann es zur Phasenverschiebung kommen. Werden die Wellen anschließend an einem Punkt zusammengeführt, so interferieren sie (Interferenz). Dies macht man sich u. a. bei der Erzeugung von Hologrammen (Holographie), in der Messtechnik oder in Gravitationswellendetektoren zunutze (Laser-Interferometer). Die einheitliche Richtung der Lichtquanten bedeutet, dass Laserstrahlen extrem stark gebündelt sind. Dies ermöglicht z. B. äußerst präzise Anwendungen in Materialbearbeitung und Chirurgie. Eine weitere wichtige Eigenschaft des Laserlichts ist seine nahezu ideale Einfarbigkeit oder Monochromasie, d. h., dass fast nur eine Wellenlänge bzw. nur ein extrem schmaler Wellenlängenbereich auftritt und alle Lichtquanten des Lasers dieselbe Energie besitzen. Dies erlaubt u. a. die gezielte Anregung chemischer Reaktionen.
  1. Einleitung
  2. Physikalisches Prinzip
  3. Eigenschaften des Laserlichts
  4. Aufbau und Bauarten
  5. Anwendungen
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