Lexikon
Madrigạl
Musik
mehrstimmige, weltliche Liedform in drei Terzetten und zwei Verspaaren; seit dem 14. Jahrhundert in Italien gepflegt (G. da Cascia, F. Landini u. a.), auch mit instrumentalen Stimmen; im 15. und 16. Jahrhundert a cappella, Lieblingsform gesellig-künstlerischen Musizierens. Auffallend starke Ausdrucksgestaltung durch gesangliche Tonmalerei („Madrigalismen“). Harmonisch komplizierte, z. T. chromatische Akkordfolgen zeichnen den neuen Typ des 16. Jahrhunderts aus (L. Marenzio, C. Gesualdo, C. Monteverdi u. a.). Einfacher gesetzte und mehr volkstümlich gehaltene A-cappella-Lieder hießen damals Kanzonetta, Frottola, Villanelle u. a.
Das Madrigal trug durch seinen musikalischen Affekt-Ausdruck in Melodik und Harmonik viel zur Entstehung des dramatischen Sologesangs um 1600 bei (Oper, Oratorium, Kantate); die italienische Madrigalkomödie (aus Madrigalen zusammengesetzte szenische Handlung) war eine Vorform der Oper; auch förderte die Bearbeitung vielstimmiger Madrigale für eine Singstimme mit Lauten- oder Orgelbegleitung die Einführung des Generalbasses, durch den im 17. Jahrhundert das mehrstimmige Madrigal verdrängt wurde.
Wissenschaft
Gammastrahlung von der Sonne
Wie entstehen die neu entdeckten, extrem hohen Energien? von DIRK EIDEMÜLLER Wenn man auf der Suche nach mysteriösen Sternen ist, muss man gar nicht in die Ferne schweifen. Auch unsere Sonne gibt noch Rätsel auf: So haben Astronomen des HAWC-Observatoriums an den Flanken des Vulkans Sierra Negra bei Puebla, Mexiko, energiereiche...
Wissenschaft
Kreisläufe des Lebens
Die Atmosphäre ist ständig in Bewegung. Gewaltige Luftmassen strömen über den Planeten, Gase bilden sich und zerfallen, Wasser steigt auf und regnet wieder ab – ein System komplexer Kreisläufe, die das Leben auf der Erde bestimmen. Von ALINA WOLF Der Motor dieser atmosphärischen Kreisläufe ist die Sonne – unsere wichtigste...