Lexikon
Mann
Erste literarische Früchte
Nach ersten Schritten als Autor für die Satirezeitschrift „Simplicissimus“ widmete sich Mann, wie schon zuvor sein älterer Bruder Heinrich, ganz der Schriftstellerei. Seine ersten Erzählungen, die 1898 unter dem Titel „Der kleine Herr Friedemann“ erschienen, stellen Probleme des Kunstschaffenden in den Vordergrund und zeigen bereits die später noch prägenden Einflüsse A. Schopenhauers, F. Nietzsches und R. Wagners auf sein Denken. Manns erster großer Roman „Buddenbrooks“ 1901 beschreibt den Niedergang einer Lübecker Großbürgerfamilie über drei Generationen und die Unvereinbarkeit einer künstlerischen Existenz mit den Erfordernissen des modernen Lebens. Die Darstellung der Dekadenz stellt zugleich einen Abgesang auf alte bürgerliche Tugenden dar. Ganz dem Thema des Verfalls, den Fragen der künstlerischen Empfindungen und einer ambivalenten Beziehung zwischen Tod, Liebe und Erotik widmet sich der Roman „Der Tod in Venedig“ 1912.
- Erscheinungsjahr: 1901
- Veröffentlicht: Deutsches Reich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Buddenbrooks. Verfall einer Familie
- Genre: Roman
Mit dem zweibändigen Roman »Buddenbrooks«, erschienen beim Verlag Fischer in Berlin, eröffnet Thomas Mann (* 1875, † 1955), der bisher nur kleinere psychologische Erzählungen veröffentlicht hat, die Reihe seiner realistischen Gesellschaftsromane. Am Beispiel von vier Generationen einer Lübecker Handelsfirma, die 1891 liquidiert wird, analysiert Mann die Entwicklungsgeschichte eines Bürgertums, das Mitte des 19. Jahrhunderts beginnt, sich von seiner eigenen Tradition abzuwenden. Die Kaufmannsideale Fleiß, Nützlichkeit, Sparsamkeit und Pflichterfüllung werden untergraben durch Faulheit, Luxus und Zeitverschwendung, durch Metaphysik, Religion und Philosophie. Aus der ursprünglich harmonischen Einheit der Buddenbrooks entsteht am Schluss der Gegensatz zwischen dem lebensuntüchtigen, dekadent-überfeinerten Hanno Buddenbrook und dem geist- und kunstfeindlichen, moralisch unbedenklichen Profitjäger Hagenström.
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