Lexikon

Nachahmung

Soziologie
der Gegensatz von Erfindung; nach G. Tarde von grundlegender Bedeutung für den Bestand der Gesellschaft, insofern diese auf der Wiederholung gleicher Handlungen beruht. Beim Kind ist die Nachahmung z. B. des mütterlichen Verhaltens so ursprünglich, dass man von Nachahmungstrieb spricht. Zwar gehen unbewusste und bewusste Nachahmung ineinander über, doch ist der – für alles Lernen wichtige – bewusste Nachahmungsprozess an ein Erkennen des Gegenstands gebunden. Im magischen Denken der primitiven Völker dient die Nachahmung bestimmter Vorgänge und Handlungen dem Streben, diese selbst zu beeinflussen (Regenzauber, Analogiezauber u. Ä.). In der Ästhetik hat Aristoteles die Künste als „nachahmende Darstellungen“ bestimmt (Mimesistheorie); doch ist auf alle Fälle die künstlerische Nachahmung (Nachbildung) gestaltend und produktiv.
Weltraum
Wissenschaft

Recht im Weltraum?

Eine diffizile Angelegenheit! von ALEXANDRA VON ASCHERADEN Die Artemis-Vereinbarungen der USA und ihrer Partner formulieren Regeln für die Exploration des Sonnensystems, zunächst besonders für den Mond und dessen Umgebung. Sie sind aber juristisch problematisch. Vor allem die Gewinnung von Rohstoffen und intendierte...

Lithium, MEET
Wissenschaft

Stätte des Fortschritts

Das MEET Batterieforschungszentrum der Universität Münster will die Leistung und die Nachhaltigkeit von Akkus steigern und die Batteriezellfertigung in Europa vorantreiben. Ein Besuch. von FRANK FRICK Münster ist bekannt als Fahrradstadt: Mehr als ein Drittel der Stadtbevölkerung ist hier täglich mit dem Rad unterwegs, unter...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon