Lexikon
Nẹgri
Antonio, auch Toni Negri, italienischer Staatsrechtslehrer und Philosoph, * 1. 8. 1933 Padua; wurde 1963 Professor in Padua und in den 1970er Jahren zum Vordenker der extremen Linken Italiens (Autonomia-Bewegung); 1983 als Abgeordneter der Radikalen Partei ins Parlament gewählt; wegen verschiedener staatsfeindlicher Delikte zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt; lebte und lehrte nach Aufhebung seiner parlamentarischen Immunität 1983 in Frankreich; stellte sich 1997 den italienischen Behörden und verbüßte bis 2003 seine Strafe; setzt sich in seinen letzten Werken mit den Folgen der Globalisierung auseinander; Hauptwerke.: „Sabotage“ 1977, deutsch 1979; „Die wilde Anomalie. Spinozas Entwurf einer freien Gesellschaft“ 1981, deutsch 1982; „Empire“ 2001 (zusammen mit M. Hardt); „Multitude“ (zusammen mit M. Hardt) 2004; „Common Wealth. Das Ende des Eigentums“ (zusammen mit M. Hard) 2011.
Wissenschaft
Tierische Ärzte
Menschenaffen fressen bestimmte Pflanzen, um sich zu heilen. Sie nutzen die Arzneien aus der Natur aber auch äußerlich – bei sich selbst und ihren Artgenossen. von TIM SCHRÖDER Dass Eltern ihre Kinder trösten und verarzten, wenn sich die Kleinen geschnitten oder die Haut aufgerissen haben, ist selbstverständlich: ein buntes...
Wissenschaft
Das große Schrumpfen
Der Mensch ist zu einem mächtigen Evolutionsfaktor geworden. Von ihm intensiv bejagte oder befischte Arten verändern ihr Aussehen – auch zum Nachteil des Menschen. von JULIETTE IRMER In den vergangenen Jahrhunderten fielen etliche Tierarten der exzessiven Jagd des Menschen zum Opfer. Arten, die mehr als zehn Kilogramm auf die...