Lexikon

norwegische Kunst

Malerei

Aus dem Mittelalter sind gemalte Antependien sowie Wand- und Gewölbemalereien erhalten; eine eigenständige norwegische Malerei entwickelte sich jedoch erst in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts. Die erste Generation der Romantiker orientierte sich an der ausländischen Malerei, wie der in Deutschland tätige J. C. Dahl (ein Schüler C. D. Friedrichs). Dessen Schüler T. Fearnly begründete die Landschaftsmalerei in Norwegen. Die Generation der Spätromantiker wandte sich der Schilderung des Volkslebens, der nordischen Geschichte und Mythologie zu. Von großem Einfluss auf die Entwicklung des Landschafts- und Figurenbilds war die Düsseldorfer Akademie, der Maler wie H. Gude, J. F. Eckersberg, A. Tidemand und C. Krohg nahe standen oder als Lehrer angehörten. Der Einfluss der französischen Malerei, besonders des Impressionismus, gab der norwegischen Malerei neue Impulse (F. Thaulow, G. Munthe). Abgelöst wurde der Impressionismus durch den Jugendstil, dessen international bedeutendster Repräsentant E. Munch mit einem Teil seines Werkes war. Als Karikaturist prägte O. Gulbransson den grafischen Stil der deutschen satirischen Zeitschrift Simplicissimus. Andere, besonders nonfigurative Kunstrichtungen, wie Kubismus oder Konstruktivismus, konnten sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht durchsetzen. Sie kamen in den 1950er Jahren auf, passten sich aber der norwegischen Tradition der schweren, melancholischen Landschaftsmalerei an; spontane Äußerungen gab es nicht. Seit den 1970er Jahren folgt die norwegische bildende Kunst in Form und Inhalt den vielfältigen internationalen künstlerischen Tendenzen. Trotz dieser Vielfalt an Malerei, Bildhauerei, Installationen, Video- und Computerkunst finden sich auch heute in vielen Arbeiten Hinweise auf das besondere Verhältnis der norwegischen Kunst zur Natur.
  1. Einleitung
  2. Architektur
  3. Plastik
  4. Malerei
Lilienthal,_Otto_Flugpionier,
1848_–_1896.

Flugversuch_mit_dem_zuletzt_konstruierten_Hängegleiter.

Foto,_1896.
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Runter kamen sie alle

Die menschliche Fliegerei ist seit jeher inspiriert von der Natur. Ihre Geschichte erzählt von großen Visionen, brutalen Abstürzen und bahnbrechenden Erkenntnissen. von ROLF HEßBRÜGGE Wilbur und Orville Wright galten als bodenständige Gesellen. Die beiden Brüder aus Dayton im US-Bundesstaat Ohio betrieben Ende des 19....

Marspolkappe, Mars
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