Lexikon
Österreichischer Erbfolgekrieg
der 1740–1748 zwischen europäischen Mächten geführte Krieg um die Erbfolge Maria Theresias in den Österreichischen Erblanden. Nach dem Tod Kaiser Karls VI. erkannte Karl Albrecht von Bayern die Pragmatische Sanktion nicht an, er fand Unterstützung bei Sachsen und Spanien; Großbritannien und die Niederlande traten auf Österreichs Seite. Gleichzeitig marschierte Preußen in das von ihm beanspruchte Schlesien ein und eroberte es im 1. und 2. Schlesischen Krieg. Ein französisches, bayerisches und sächsisches Heer fiel 1741 in Oberösterreich und Böhmen ein. Karl Albrecht krönte sich 1741 in Prag zum böhmischen König und wurde 1742 als Karl VII. zum Kaiser gewählt. Sein Sohn verzichtete nach dessen Tod auf seine Erbansprüche, so dass der Krieg nur noch in der Lombardei und den Österreichischen Niederlanden fortgesetzt wurde. Nach dem Eingreifen der Russen (seit 1746 mit Österreich verbündet) kam es zum Frieden von Aachen (1748), in dem Österreich Parma und Piacenza an eine Nebenlinie der spanischen Bourbonen abtrat, sonst aber, abgesehen von Schlesien, seine alten Gebiete halten konnte. Die Pragmatische Sanktion wurde nun allgemein anerkannt.
Wissenschaft
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