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LEXIKON

ostkirchliche Liturgen

alte Formen der Gottesdienst- und Eucharistie-(Abendmahls-)feiern, die in den Ostkirchen erhalten geblieben sind. Sie sind teilweise nach Personen benannt, denen ein Einfluss auf ihre Entwicklung zugeschrieben wurde, und mit den kirchlichen Hauptorten und Patriarchatssitzen verbunden. Grundsätzlich werden die Liturgien der Ostkirchen in der jeweiligen Landessprache gefeiert, doch hat in vielen Fällen die liturgische Sprache mit der Entwicklung der Volkssprache nicht Schritt gehalten. Die ostkirchlichen Liturgien gliedern sich in zwei Liturgie-Familien mit unterschiedlichen Riten: 1. antiochenische Liturgie mit a) byzantinischen (orthodoxen) Riten (Basiliusliturgie, Liturgie der vorgeweihten Gaben, Chrysostomosliturgie; der Griechen, Melkiten, Slawen u. a.); b) westsyrischen (monophysitischen) Riten (der Syrisch-Orthodoxen, Maroniten, Syro-Malankaren); c) ostsyrischen (nestorianischen) Riten (der Kirche des Ostens, Chaldäer, Syro-Malabaren) und d) dem armenischen und georgischen Ritus. 2. alexandrinische Liturgie mit dem koptischen und dem äthiopischen Ritus.
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