Lexikon

Paracelsus

  • Deutscher Titel: Paracelsus
  • Original-Titel: PARACELSUS
  • Land: Deutsches Reich
  • Jahr: 1943
  • Regie: Georg Wilhelm Pabst
  • Drehbuch: Kurt Heuser
  • Kamera: Bruno Stephan
  • Schauspieler: Werner Krauss, Mathias Wiemann, Harald Kreutzberg, Annelies Reinhold
In einem Film voll suggestiver Bilder behandelt G.W. Pabst den Aufstieg und Fall eines Wunderarztes im Deutschland des 16. Jahrhunderts.
Ein Arzt, der sich Paracelsus nennt (Werner Krauss), kommt in eine große Stadt und erringt durch die spektakuläre Heilung des Buchhändlers Froben und eines pestkranken Gauklers großen Ruhm. Sein Ruf steigt zur Legende auf, als er die Stadt vor einer drohenden Pestepidemie rettet, indem er ihre Abkapselung von der Außenwelt empfiehlt. Durch die Abschottung macht er sich aber unter den Händlern und durch seine Erfolge unter seinen Berufskollegen viele Feinde. Als sein Lehrling den Buchhändler abermals mit einer angeblichen Wundermedizin seines Meisters behandelt, kommt der Buchhändler zu Tode. Paracelsus soll der Prozess gemacht werden, aber der von ihm geheilte Gaukler verhilft ihm zur Flucht aus der Stadt.
Der österreichische Regisseur Georg Wilhelm Pabst hatte in seinen vorherigen Filmen (»Westfront 1918«, 1930, und »Kameradschaft«, 1931) an die Solidarität gegen Krieg und Willkür appelliert. Ablesbar an den zahlreichen pathetischen Aussprüchen der Darsteller nähert sich Pabst nun offenbar der nationalsozialistischen Ideologie. Sehenswert bleibt der Film dennoch – u.a. durch die glanzvollen Auftritte des Tänzers und Pantomimen Harald Kreutzberg als Gaukler.
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