Lexikon
Organịsmus
[
griechisch
]das Lebewesen als räumlich abgegrenztes Einzelwesen, im Gegensatz zum anorganischen Körper. Der Organismus ist ein materielles System, das in ständigem Stoffaustausch mit seiner Umgebung steht und laufend die materiellen Bestandteile verändert und ersetzt (sich im Fließgleichgewicht erhält). Der Organismus kann als System höherer Ordnung untergeordnete Systeme in sich zusammenschließen (z. B. der vielzellige Organismus ein System von Zellen) oder selbst Glied einer höheren organischen Einheit sein (Vergesellschaftung von Einzelwesen, wie Tierstöcke oder -staaten).
Der Begriff Organismus ist aus der Tier- und Pflanzensoziologie in die Soziologie des Menschen eingedrungen (organische Sozialstrukturen; soziale Organismen, z. B. die Familie; organische [organologische] Gesellschafts- und Staatstheorien, z. B. bei A. Müller, O. Spann, H. Spencer), ebenso in die Kulturphilosophie (L. Frobenius, O. Spengler: Kulturen als Organismen), Kunstphilosophie (das Kunstwerk als Organismus) u. a. In der Metaphysik des Pantheismus wird die Welt selbst als Organismus aufgefasst, z. B. von Paracelsus, F. W. von Schelling, G. T. Fechner („Weltseele“).
Wissenschaft
Alte Gedichte verraten Rückgang der Flussdelfine in China
Der Jangtse-Glattschweinswal, benannt nach seinem Lebensraum im chinesischen Jangtse-Fluss, hat Menschen seit jeher beeindruckt. Doch sein Bestand geht immer mehr zurück, so dass der Flussdelfin inzwischen vom Aussterben bedroht ist. Um nachzuvollziehen, wie sich der Lebensraum dieses Schweinswals im Laufe der Zeit verändert hat...
Wissenschaft
Dehnbarere Polymere dank Flaschenbürsten-Design
Seit fast 200 Jahren versuchen Forscher, Polymer-Materialien herzustellen, die sowohl dehnbar als auch robust sind. Nun haben Materialwissenschaftler ein neues Design und Herstellungsverfahren entwickelt, mit dem das erstmals möglich ist. Die neuartigen Polymere verzichten auf Quervernetzungen und ähneln in ihrer Form stattdessen...