Lexikon
Pousseur
[
puˈsœ:r
]Henri, belgischer Komponist, * 23. 6. 1929 Malmédy, † 6. 3. 2009 Brüssel; gehörte zu den führenden Komponisten serieller und elektronischer Musik; gründete 1958 in Brüssel ein Studio für elektronische Musik; setzte sich zu Beginn seiner Laufbahn mit Anton Webern auseinander („Trois chants sacrés“, „Quintette à la mémoire d’Anton Webern“), beschäftigte sich mit Problemen der Aleatorik („Mobile“ für 2 Klaviere 1958, „Répons pour sept musiciens“ 1960) und gelangte in der dramatischen Aktion „Electre“ 1960 zur Synthese aus Elektronik, Instrumentalklang und Sprache. Er wurde 1970 Dozent an der Universität Lüttich und gründete dort ein Centre de recherches musicales. Weitere Werke: „Rimes pour différentes sources sonores“ 1959; „Ode für Streichquartett“ 1960/61; „Couleurs croisées“ für Orchester 1967; „Chronique illustrée“ 1976; Bühnenmusik „Leçons d’enfer“ 1991.
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