Lexikon
Röteln
Rubella; Rubeolahoch ansteckende meldepflichtige, aber im Allgemeinen harmlose Virusinfektion bei Kindern (aber auch Erwachsenen) mit masernähnlichem Ausschlag. Die Hälfte aller Infektionen verläuft bei Kindern ohne Symptome. Die Übertragung des Rötelnvirus erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Die Inkubationszeit beträgt 14–21 Tage. Ansteckungsgefahr besteht schon eine Woche vor Auftreten des Ausschlags und dauert bis zu einer Woche nach seinem Abklingen. Die rosaroten, leicht erhabenen, etwa linsengroßen Flecken gehen vom Gesicht aus auf den ganzen Körper über, begleitet von meist nur leichtem Fieber, und verschwinden nach 1–3 Tagen wieder. Zusätzlich können Lymphknotenschwellungen und Kopfschmerzen auftreten. In der Regel reicht Bettruhe zum Auskurieren der Rötelninfektion, die anschließend eine lebenslange Immunität hinterlässt. – Eine besondere Bedeutung kommt den an sich harmlosen Röteln dadurch zu, dass sie bei Erkrankung einer werdenden Mutter, besonders in den ersten 2–3 Schwangerschaftsmonaten, das Kind im Mutterleib schädigen und zu gravierenden Missbildungen führen können (Rötelnembryopathie). Eine vorbeugende Impfung wird empfohlen. Impfkalender.
Wissenschaft
Behandlung im Blindflug
Medizinische Studien wurden lange Zeit (fast) nur an Männern durchgeführt. Frauen sind deshalb häufiger von Arzneimittel-Nebenwirkungen betroffen als Männer. Und die Forschungspraxis ändert sich nur langsam. von RUTH EISENREICH (Text) und RICARDO RIO RIBEIRO MARTINS (Illustrationen) Es ist bis heute einer der bekanntesten...
Wissenschaft
Wie MERS-ähnliche Fledermausviren in menschliche Zellen eindringen
Viele gefährliche Viren sind ursprünglich aus dem Tierreich auf Menschen übergesprungen. Um zukünftige Risiken durch solche Erreger besser abschätzen zu können, hat ein Forschungsteam nun für zahlreiche Viren untersucht, an welche Rezeptoren sie binden und ob sie potenziell menschliche Zellen infizieren können. Der Fokus der...