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LEXIKON

Rohstoff

ursprünglich völlig unbearbeiteter Stoff, wie er von der Natur geliefert wird, z. B. Kohle, Erz, Gestein, Wolle, Baumwolle u. a.; wird beim Produktionsprozess umgewandelt, indem er entweder verbraucht wird (Energieträger wie Kohle, Erdöl) oder stofflich in das Fertigprodukt eingeht (Metalle, Holz, Kautschuk, Getreide, Baumwolle u. a.). Der Mangel an bestimmten Rohstoffen führte in vielen Fällen zur Erfindung synthetischer Stoffe, die aus anderen Rohstoffen hergestellt werden können. Die Rohstoffpolitik zielt auf eine gesicherte Versorgung der Volkswirtschaft mit Rohstoffen. Zur Rohstoffpolitik zählen u. a. die Förderung neuer, rohstoffsparender Technologien sowie die Bemühungen, bei Wahrung freien Welthandels zu einem Interessenausgleich zwischen Rohstoff importierenden und exportierenden Ländern zu gelangen. Da letztere oft Entwicklungsländer sind, ist Rohstoffpolitik nicht selten mit Entwicklungshilfe verknüpft.
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