Lexikon
Schleswig-Holstein
Wirtschaft
Schleswig-Holstein ist relativ stark landwirtschaftlich geprägt, besonders durch die Fleisch- und Milchviehzucht sowie die Schweinemast, im Südosten werden Weizen und Zuckerrüben angebaut, um Halstenbek (nordwestlich von Hamburg) befindet sich das größte Baumschulengebiet der Erde; im Westen ist Anbau von Feldgemüse und Obst verbreitet.
Die Industrie konzentriert sich auf die größeren Städte, wo Schiffbau, Maschinenbau, Metallverarbeitung, Nahrungsmittelindustrie (Fischverarbeitung u. a.) und elektrotechnische Industrie überwiegen. Von Bedeutung ist die Energiewirtschaft, die die Erdölvorkommen aus der Nordsee (Mittelplate) und bei Heide (Raffinerie) sowie die Kernenergie in den Kraftwerken Brunsbüttel, Brokdorf und Krümmel, ferner die Windenergie in den Windparks an der Westküste nutzt.
Die Bäder an Nordsee (insbesondere Sylt) und Ostsee (Timmendorfer Strand u. a.) sowie die Holsteinische Schweiz sind auf den Tourismus ausgerichtet. Der Süden des Landes gehört zum Einzugsbereich Hamburgs, wo auch die wichtigsten Eisenbahnstrecken und Autobahnen ihren Ausgang nehmen. Die wichtigsten Häfen sind Kiel, Lübeck und Puttgarden an der Ostsee sowie Brunsbüttel an der Nordsee. Der Nord-Ostsee-Kanal gehört zu den meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt.
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